Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Jetzt wird's brenzlig

Die Griechenland-Problematik ist festgefahren, was den Anlegern überhaupt nicht gefällt. Sie halten sich mit Käufen nach wie vor zurück. Viele Chartbilder sind angeschlagen – auch das der Commerzbank.

Am Montag ging es mit der Commerzbank-Aktie wieder bergab. Der Titel verlor 0,7 Prozent auf 12,04 Euro und notiert nur noch einen Hauch von der psychologisch wichtigen Marke von zwölf Euro entfernt. Fällt die Aktie unter diese Marke, droht ein schnelles Abrutschen auf 11,70 Euro. Die nächste Unterstützung wartet bei 11,58 Euro.

Keine Einigung in Sicht

Obwohl die Commerzbank ihr Griechenland-Exposure in den vergangenen Monaten deutlich abgebaut hat, belastet das Thema Griechenland nach wie vor die Aktie. Eine Lösung in der Frage ist nicht absehbar. Wenige Stunden nach dem Spitzentreffen in Berlin zur griechischen Finanzkrise herrscht am Dienstagmorgen in Athen Ratlosigkeit. Vor allem, weil niemand in Athen Genaueres über den Inhalt des vermeintlich letzten Angebotes der Gläubiger Griechenlands weiß. "Wir werden sehen, was das für Maßnahmen sind und ob sie zugunsten des Volkes sind oder nicht. Und dann werden wir entscheiden", sagte der Fraktionssprecher der regierenden Linkspartei Syriza, Nikos Filis, im griechischen Fernsehen Ant1 am Dienstagmorgen.

In der Nacht zu Dienstag hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatschef François Hollande sowie EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit der IWF-Chefin Christine Lagarde und dem EZB-Präsidenten Mario Draghi über ein mögliches Kompromissangebot an Athen beraten. Parallel zum Treffen in Berlin war in Athen am späten Montagabend Regierungschef Alexis Tsipras mit seinen wichtigsten Mitarbeitern und Beratern zusammengekommen.

Die Beratungen dauerten bis in die frühen Morgenstunden an, berichtete die griechische Presse. "Dramatische Nacht in Berlin und Athen", titelte am Dienstag das Athener Boulevardblatt Ethnos.

Aktie hat noch Luft

Solange sich keine Einigung in der Griechenlandfrage abzeichnet, wird der Markt volatil bleiben. Kommt es aber zu einer Lösung, sollte der Markt schnell die Bremsen lösen. Die Commerzbank-Aktie sollte im Fall einer Markterholung überdurchschnittlich zulegen. DER AKTIONÄR sieht den fairen Wert bei 14 Euro, der Stopp sollte bei 10,80 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)


Die Zukunft der Banken

Breaking Banks

Autor: King, Brett
ISBN: 9783864702389
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 04.12.2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden

"Disruption" ist der Begriff der Stunde. Neue Technologien krempeln altbewährte Geschäftsmodelle um und lassen Marktführer zu Verlierern werden. So geschehen in der Musikindustrie, bei Büchern und vielem mehr. Kommen jetzt die Banken dran? Bestsellerautor Brett King untersucht, welche Veränderungen auf den Bankensektor zukommen. Seiner Meinung nach wird dieser "in den nächsten zehn Jahren mehr Veränderung sehen als in den letzten hundert." Ob Cloud-Lending, Neo-Banks, FinTech oder Social Banking: King untersucht die Trends und Möglichkeiten und identifiziert Gewinner, Verlierer und Perspektiven.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Bald zweistellige Kurse?

Die Aktionäre der Commerzbank müssen sich auch 2017 auf eine Durststrecke einstellen. Davon geht zumindest die Bank selbst aus. Am vergangenen Donnerstag präsentierte CEO Martin Zielke mit dem Geschäftsbericht für 2016 auch den Ausblick für das laufende Jahr. Der Vorstand erwartet einen … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Chart-Check Commerzbank: Mega-Kaufsignal voraus!

Die Aktie der Commerzbank hat zuletzt nicht nur der Deutschen Bank, sondern auch dem DAX die Rücklichter gezeigt: Der Kurs hat deutlich Mommentum aufgenommen. Neuen Schwung sollte die jüngste Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed am vergangenen Mittwoch verleihen. Die Fed hat angedeutet, die Zinsen … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Superreiche im Visier

Die Commerzbank will im Geschäft mit Superreichen mit einem Vermögen von mehr als 100 Millionen Euro stark wachsen, so die Börsenzeitung. Dabei soll die Beratung weiterhin vor Ort stattfinden. Wie viele Superreiche die Commerzbank bisher betreut ist nicht bekannt, in Deutschland umfasst die Gruppe … mehr