- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank im Visier von Moody`s

Kaum konnte die Commerzbank-Aktie endlich einmal deutlich zulegen, schon kommt die nächste Negativmeldung: Die Ratingagentur Moody`s hat angekündigt, die Kreditwürdigkeit der zweitgrößten deutschen Privatbank auf den Prüfstand zu stellen.

Nach einigen starken Handelstagen hat sich die Aktie der Commerzbank wieder deutlich von ihren jüngsten Tiefständen entfernen können. Nun dürfte der Aktienkurs des Frankfurter Bankenriesen allerdings erneut unter Druck geraten. Denn die US-Ratingagentur Moody's hat angekündigt, die kurz- und mittelfristige Bonität des DAX-Konzerns genauer unter die Lupe nehmen zu wollen. Das Unternehmen begründete den Schritt mit den unsicheren Aussichten für die defizitäre Tochter, den Immobilienfinanzierer Eurohypo.

Sinkt das Rating?

Derzeit werden die kurzfristigen Verbindlichkeiten der Commerzbank von Moody's noch mit der zweithöchsten Stufe „Prime2" eingestuft. Bei den langfristigen Schulden verfügt die Großbank über ein solides A2-Rating, welches vorerst nicht auf den Prüfstand steht. Die Bonität ohne Berücksichtigung der Staatshilfen wurde bereits von „C-" auf „D+" gesenkt, die entsprechende Kreditwürdigkeit der Eurohypo von „D-" auf „E+". Im Falle einer Absenkung des kurz- und mittelfristigen Ratings würden der Commerzbank wohl höhere Zinszahlungen für neue Verbindlichkeiten drohen.

Nichts für schwache Nerven

Die kritischen Aussagen von Moody's belegen einmal mehr, dass bei der Commerzbank noch reichlich Handlungsbedarf besteht. Daher sollten weiterhin ausschließlich mutige Anleger mit einem langen Atem bei der Aktie einsteigen. Der Stopp sollte bei 0,90 Euro belassen werden. Konservative Anleger sollten die Titel vorerst weiterhin meiden.

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