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- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Griechenland-Drama drückt auf den Kurs - Analyst rät zum Kauf

Das Ringen um die Zukunft Griechenlands geht weiter: Die Regierung des pleitebedrohten Landes will am Donnerstag bei der Eurogruppe eine Verlängerung der finanziellen Hilfen beantragen. Die Aktienkurse knicken ein.

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Verhandlungen mit der Eurogruppe erfolgreich abgeschlossen werden können. "Tag für Tag, Stunde um Stunde kommen wir uns näher", sagte er am Mittwochabend im griechischen Fernsehen. Athen werde am Donnerstag ein Dokument vorlegen, das sowohl Griechenlands als auch die Wünsche von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem erfülle. Am Freitag werde dann die Eurogruppe in einer Telekonferenz tagen, sagte Varoufakis.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) pocht auf die Bindung von Hilfen an Reformen. "Solidarität und eigene Anstrengungen der Länder sind zwei Seiten ein und derselben Medaille", sagte sie am Mittwochabend beim politischen Aschermittwoch der CDU in Mecklenburg-Vorpommern. "Und dabei wird es auch bleiben."

EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis sagte Athen zu, eine Erweiterung des laufenden Hilfsprogramms sei ebenso möglich wie eine gewisse Flexibilisierung. Allerdings müsse Griechenland zu seinen Zusagen stehen.

Ohne ein Einlenken sind die Europartner nicht zu Zugeständnissen an Athen bereit. Die Zeit wird knapp: Am 28. Februar läuft das aktuelle Hilfsprogramm der Europäer aus. Ohne Verlängerung droht Griechenland die Pleite.

JPMorgan mit Kaufempfehlung

Während sich der Griechenland-Poker zuspitzt, halten sich die Anleger mit Käufen zurück. Die Commerzbank-Aktie kann am Donnerstag auch nicht von einer positiven Analystenstudie profitieren. Die US-Bank JPMorgan stuft die Commerzbank weiterhin mit „Übergewichten“ ein, das Kursziel sieht Analyst Kian Abouhossein nach wie vor bei 12,10 Euro.

In Reaktion auf die Kennziffern habe er seine Ergebnisprognosen (EPS) für 2015 und 2016 um durchschnittlich sechs Prozent reduziert, so Abouhossein in seiner Studie. Sein anhaltend positives Votum begründete er mit der Aussicht, dass das Geldhaus von den angekündigten Staatsanleihenkäufen der Europäischen Zentralbank (EZB) profitieren werde.

Auf dem Weg zum Kursziel

Sollten sich die Europartner auf eine Verlängerung des Hilfsprogramms einigen, würde das die Aktienkurse – zumindest kurzfristig – beflügeln. Dann sollte die Commerzbank-Aktie auch schnell das Kursziel des AKTIONÄR von 12,30 Euro erreichen. Mittelfristig hat das Papier Luft bis 14 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 9,80 Euro platziert werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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