Commerzbank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Die Commerzbank geht in die Offensive

Die Commerzbank hat große Probleme mit ihren Krediten an Redereien. Einige Kreditnehmer können angesichts anhaltend niedriger Frachtraten ihren Schuldendienst nicht mehr leisten. Damit die Frankfurter Großbank um Wertberichtigungen herum kommt, geht sie nun einen eigenwilligen Weg.

Die Commerzbank sticht in Hohe See und betreibt demnächst selbst Schiffe. So sollen nun zwei Feederschiffe künftig vom DAX-Konzern betrieben werden. Hintergrund: Offenbar sind aufgrund der anhaltend niedrigen Frachtraten im Zuge der dramatischen Überkapazitäten auf den Weltmeeren viele Reedereien nicht mehr in der Lage, ihre Raten an die Commerzbank zu zahlen. Um Abschreibungen zu verhindern, wollen die Frankfurter nun einfach einige ausgewählte Schiffe selbst übernehmen. Wie viele weitere Schiffe demnächst von Frankfurt aus gesteuert werden sollen, ist derzeit noch unklar. Fakt ist: Mit ausstehenden Krediten in Höhe von 18 Milliarden Euro zählt die Commerzbank zu den weltweit bedeutendsten Schiffsfinanzierern - und leidet entsprechend mit der Branche.

Kein Kauf!

Anleger sollten weiterhin die Finger von der Aktie der Commerzbank lassen. Die Aussichten bleiben nicht nur für das Geschäft mit Schiffsfinanzierungen trüb. Darüber hinaus hat das Management in den vergangenen Jahren einfach zu viele Investoren enttäuscht und die Aktie ist derzeit mit einem KGV von knapp 70 für das laufende Jahr einfach viel zu hoch bewertet.

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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