Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Geht der Aufschwung weiter?

Die Chancen auf einen guten Wochenstart der Commerzbank-Aktie stehen gut. Händlern zufolge gibt es einen positiven Analystenkommentar. Auch Griechenland könnte die Märkte am Montag froh machen und die Kurse stützen.

Wie verlautete, hat die Citigroup das Kursziel für die Commerzbank-Aktie am Montag auf 13,50 Euro angehoben. Die Einschätzung lautet weiter auf „Neutral“. Gründe sind noch nicht bekannt. Derzeit stufen 13 Analysten die Commerzbank mit „Kaufen“ ein, 18 sagen „Halten“, sechs empfehlen den Titel zum Verkauf.

Kommt Griechenland endlich voran?

Für einen nachhaltigen Kursschub könnte nicht nur bei der Commerzbank-Aktie eine deutliche Verbesserung in der Griechenland-Problematik sorgen. Vor dem Treffen der Eurogruppe an diesem Montag in Brüssel steigt im pleitebedrohten Griechenland die Spannung. In Athen kam es am Wochenende immer wieder zu Krisensitzungen unter Vorsitz von Ministerpräsident Alexis Tsipras. Ein Scheitern der Gespräche zwischen den Geldgebern und Athen könne zu unkontrollierbaren Entwicklungen führen, warnte die griechische Presse. Sogar eine Volksabstimmung schließt die Regierung nicht aus.

Brüssel wird nicht mit einer endgültigen Abmachung zum griechischen Reformplan am Montag gerechnet, wie EU-Diplomaten berichteten. Das Paket ist Voraussetzung für die Auszahlung von 7,2 Milliarden Euro Hilfsgeldern an das Krisenland. In Athen hofft man, dass die Euroland-Partner zumindest den "Zaubersatz" aussprechen, die Verhandlungen seien auf Kurs und eine Einigung "sichtbar", hieß es aus griechischen Regierungskreisen.

Tsipras soll bereit sein, umfangreichen Privatisierungen zuzustimmen. Eine umstrittene Immobiliensteuer, die eigentlich zurückgenommen werden sollte, könnte in diesem Jahr mehr als 2,5 Milliarden Euro einbringen. Auf 22 der wichtigsten Ägäis-Inseln soll eine bis zu fünf Euro hohe Sondersteuer je Übernachtung erhoben werden. Sogar die „logische“ Kürzung von Renten soll kein Tabuthema für Athen mehr sein. Der linke Flügel von Tsipras' Regierungspartei Syriza soll jedoch sehr aufgebracht über diese Nachgiebigkeit sein.

Ziel: 14 Euro

Charttechnisch sieht es weiterhin nicht schlecht aus für die Commerzbank. Die Aktie hält sich stabil über der 200- als auch über der 90-Tage-Linie. Der kurzfristige Abwärtstrend ist so gut wie geknackt. Zudem hat die Aktie den Widerstand vom Februar bei 12,20 Euro hinter sich gelassen. DER AKTIONÄR bleibt bei seinem Kursziel von 14 Euro. Der Stopp sollte bei 10,80 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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