Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Faustdicke Überraschung am 2. November?

Eine erfolgreiche Woche liegt hinter dem DAX – und hinter der Commerzbank-Aktie. Dank Mario Draghi nahm die Aktie mit Schwung die Marke von zehn Euro. Doch das dürfte längst nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für die Commerzbank vor den Quartalszahlen zum dritten Quartal auf „Kaufen“ mit einem Kursziel von 14,50 Euro belassen. Die Kennziffern dürften weitaus besser als vom Markt befürchtet ausfallen und damit die gute operative Entwicklung der Bank vorantreiben, schrieb Analyst Johannes Thormann in einer Studie vom Freitag. Deshalb rechne er nun sogar mit der Zahlung einer Dividende für 2015, die in den Folgejahren stetig steigen sollte.

Draghi schiebt die Märkte an

Möglicherweise starke Quartalszahlen wären der eine Grund für eine sehr gute Entwicklung der Commerzbank-Aktie in den kommenden Wochen. Der andere Grund ist Italiener und hört auf den Namen Mario Draghi. Nach Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer wird die EZB im Dezember das Volumen ihrer Anleihekäufe erhöhen. „Wenn die EZB jetzt auf andere Instrumente ausweichen würde, signalisierte sie gleichzeitig, dass sie von der Effektivität der Käufe nicht mehr überzeugt ist“, so der Experte.

Gleichzeitig dürfte die EZB laut Krämer das Ende ihrer Anleihekäufe offen halten. Bisher will sie bis September 2016 Wertpapiere im Wert von durchschnittlich 60 Milliarden Euro pro Monat erwerben.

Der Commerzbank-Chefvolkswirt zeigt sich sicher, dass die EZB bereits am 3. Dezember handeln wird: "Wir betonen schon seit langem, dass die aktuellen EZB-Projektionen für das Wachstum und die Kerninflation 2016 jeweils rund einen halben Prozentpunkt zu hoch ausfallen."

Chance für Trader

Es deutet viel daraufhin, dass die Anleger Mut schöpfen und mehr Risiko am Aktienmarkt eingehen werden. Davon würde die Commerzbank als spekulative Aktie auf jeden Fall profitieren.

(Mit Material von dpa-AFX)

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