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- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank, Deutsche Bank und Co: Analyst sieht bullishe Zeiten

Nicolas Simar ist optimistisch für europäische Banken. Der Asset-Manager von ING Investment Management (ING IM) erwartet, dass günstige Bewertungen, verbesserte Profitabilität und eine weniger volatile Konjunktur in der Eurozone den europäischen Bankensektor stabilisieren werden.

„Was ihre Bewertung angeht, werden die meisten Banken immer noch mit einem Abschlag auf ihren Sachbuchwert gehandelt“, sagt Simar. „Damit sind diese Aktien so preiswert, dass man sie schlechterdings ignorieren kann.“ Im Zuge der Bilanzsanierung bei den Banken habe der Sektor in den vergangenen fünf Jahren eine tief greifende Neubewertung erlebt. „Jetzt geht diese Phase zu Ende, denn die meisten Banken hat keine Mühe, die Eigenkapitalanforderungen nach Basel 3 zu erfüllen.“ So könnten sie ihren Kreditbestand ausbauen.

Zeichen auf Erholung

In punkto Profitabilität erwartet Simar eine Verbesserung der Eigenkapitalrendite (Return on Equity, RoE) europäischer Banken. Angesichts der konjunkturellen Erholung in der Eurozone sei hier in den nächsten zwei, drei Jahren mit einer RoE im knapp zweistelligen Bereich zu rechnen. Gleichzeitig sinken nach Einschätzung des Experten die Eigenkapitalkosten. „Das liegt vor allem daran, dass insbesondere in Südeuropa die Risikoprämien auf Staatsanleihen zurückgehen. Insofern dürfte der Abschlag auf den Buchwert, mit dem die Aktien derzeit gehandelt werden, in den nächsten Jahren wegfallen.“

Die Wirtschaft in der Eurozone stabilisiert sich laut Simar zunehmend. „Auch in den Peripheriestaaten haben die Einkaufsmanagerindizes (PMI) in den vergangenen sechs Monaten wieder angezogen. Damit dürften sowohl die notleidenden Kredite als auch die Risikovorsorge im Kreditgeschäft zurückgehen. Beides begünstigt das Gewinnwachstum.“

So sollten Anleger handeln

Auch DER AKTIONÄR sieht sehr gute Kurschancen bei einigen Bank-Titeln. Die günstigste Großbank ist ohne Frage die Aktie der Deutschen Bank mit einem 2015er-KGV von 7. Fast alle Risiken sind im Aktienkurs eingepreist. Zudem steht der Titel vor einem charttechnischen Kaufsignal. Dies würde generiert, falls der seit Januar gültige kurzfristige Abwärtstrend durchbrochen würde. Investierte Anleger bleiben dabei und sichern ihre Position mit einem Stopp bei 30,50 Euro ab.

Commerzbank-Aktionäre bleiben ebenfalls dabei und setzen den Stopp bei 11,50 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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