Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank und Deutsche Bank: Aktien kräftig im Minus

Über minus vier Prozent bei der Commerzbank, minus 3,6 Prozent bei der Aktie der Deutschen Bank: Die neue Börsenwoche beginnt für die zuletzt stark gefragten Papiere mit kräftigen Verlusten. Ist die Rallye vorbei? Oder bedeuten die Abschläge vielmehr eine gute Kaufchance?

Ein Grund für das Minus: Die EU-Staaten haben sich am Wochenende nicht auf ein zweites Hilfsprogramm für Griechenland einigen können. Deutschland fordert einen Aufseher über die griechischen Staatsfinanzen, was andere strikt ablehnen. Die Entscheidung über die Privatsektorbeteiligung beim EU-Gipfel am heutigen Montag könnte sich vertagen. Die Meldung drückt den Anlegern offensichtlich aufs Gemüt.

Ärger in den USA

Der Kurs der Deutschen-Bank-Aktie wird primär von einem Bericht des Spiegel belastet. Wie das Magazin schreibt, ermittelt die US-Börsenaufsicht SEC gegen den deutschen Branchenprimus. Es gehe um faule Immobilienkredite. Bei der Untersuchung soll der Umgang mit sogenannten "Collateralized Debt Obligations" (CDO) beleuchtet werden. Laut Spiegel gehe es um Geschäfte der Deutschen Bank mit dem Hedgefonds des Investors John Paulson.

Beide Aktien kaufenswert

Die Kurse der deutschen Bankaktien sind schon gut gelaufen. Gewinnmitnahmen wie heute sind deshalb wirklich keine Überraschung. Auf dem aktuellen Niveau sind sowohl Commerzbank als auch Deutsche Bank attraktiv bewertet. Die Commerzbank-Aktie kommt auf ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von nur 0,4, die Deutsche Bank auf 0,6. Das sind historisch niedrige Werte. Beide Aktien sind ein Kauf, wobei bei der Commerzbank nur risikobereite Anleger zugreifen sollten. Der Stoppkurs sollte bei 25 Euro beziehungsweise 1,20 Euro gesetzt werden.

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| Jonas Lerch | 0 Kommentare

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