Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Besser als der DAX

Die US-Investmentbank Morgan Stanley ist skeptischer geworden in Bezug auf die Commerzbank. Die Aktie legt am Donnerstag aber trotzdem zu.


Morgan Stanley hat das Kursziel für die Commerzbank von 12,60 auf 9,35 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Equal-weight" belassen. Die Bank scheine zwischen Negativzinsen und hohen Fixkosten festzustecken und werde zu einem der größten Verlierer im Niedrigzinsumfeld, schrieb Analyst Huw Van Steenis in einer Studie vom Donnerstag.

Zudem drückten ihre Randaktivitäten die Rendite weiter nach unten. Mit seinen Schätzungen für den Gewinn je Aktie und die Dividende liegt der Experte eigenen Angaben zufolge unter den Konsensannahmen.

Keine steigenden Zinsen

Von Seiten der EZB bekommen Commerzbank und Co keine Hilfe. Mario Draghi machte auf der EZB-Sitzung am Donnerstag klar, dass die Leitzinsen so schnell nicht erhöht werden. Seit der Finanzkrise ächzen die Banken unter stetig fallenden Zinsen. Mittlerweile müssen die Banken sogar Strafzinsen zahlen, wenn sie ihr Geld bei der EZB parken. Draghi will, dass sie es verleihen, allerdings bekommen die Banken dafür kaum noch Zinsen von ihren Kunden.



Stopp bei 6,15 Euro setzen

Die Commerzbank gewinnt am Donnerstag 0,5 Prozent und hält sich damit deutlich besser als der DAX. Positiv ist, dass die Aktie oberhalb der 90-Tage-Linie notiert. Ein weiteres, bedeutendes Kaufsignal würde generiert, wenn der Abwärtstrend, der derzeit bei 8,40 Euro verläuft, geknackt wird. Investierte Anleger bleiben dabei und setzen den Stoppkurs bei 6,15 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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