Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Anleger lassen die Luft raus - wie tief geht es?

Der Preisrutsch beim Öl und schwache Vorgaben aus Asien belasten den DAX am Montagmorgen und drücken auch die Commerzbank-Aktie tief ins Minus. Bei Deutschlands Nummer 2 richten sich in dieser Woche alle Blicke auf Martin Blessing.


Die jüngste Börsenrally scheint nach den massiven Verlusten am Ölmarkt erst einmal vorbei zu sein. Der DAX fällt im frühen Handel unter 10.000 Punkte. Die Commerzbank-Aktie verliert 1,8 Prozent auf 8,18 Euro.

Bei Deutschlands zweitgrößter Bank steht am Mittwoch die Hauptversammlung an, die letzte mit Martin Blessing an der Konzernspitze. Dabei dürfte der Abschied Blessings versöhnlich ausfallen. Die Bank fuhr im vergangenen Jahr einen Milliardengewinn ein und zahlt ihren Anteilseignern erstmals seit 2007 wieder eine Dividende: 20 Cent je Anteilsschein.

Die Commerzbank stehe heute "signifikant besser da als vor der Finanzkrise", bilanzierte Blessing im Februar. Und: Der Vorstand erwarte 2016 eine Fortsetzung des Erfolgskurses - trotz andauernder Unsicherheit an den Finanzmärkten. Für 2015 wies der seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Dax -Konzern 1,06 Milliarden Euro Überschuss aus - fast vier Mal so viel wie ein Jahr zuvor.

Stopp beachten

Die Gewinnmitnahmen belasten das Chartbild der Commerzbank. Erholt sich der Markt nicht zügig, könnte die Aktie schnell die Unterstützung bei acht Euro testen. Hält diese Marke nicht, droht ein Abrutschen auf 7,50 Euro. Nehmen der Markt und auch die Commerzbank-Aktie indes schnell wieder Fahrt auf, könnte schon bald der Widerstand bei 8,50 Euro geknackt werden. Fazit: Mutige Anleger, die investiert sind, bleiben investiert und beachten den Stopp bei 6,15 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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