Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: Analyst sieht Gefahr für Kursrutsch

Die Aktie der Commerzbank steht sechs Tage, bevor das Unternehmen die Zahlen für das vierte Quartal vorlegt, im Fokus der Anleger. Mehrere Analysten haben sich in den vergangenen Tagen über den DAX-Wert geäußert. Heute ist Equinet an der Reihe. Dem Aktienkurs fehlt die klare Richtung.

Equinet hat die Einstufung für Commerzbank nach dem Verkauf eines Kreditpakets auf "Hold" mit einem Kursziel von zehn Euro belassen. Der Verkauf eines Portfolios mit faulen Immobilienkrediten in Spanien sei eine positive Nachricht für die Bank, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Freitag. Der Experte schätzt die Ergebnisbelastung durch den Verkauf auf 30 Millionen Euro. Die Bank habe ihre Risikoanlagen offensichtlich auf Marktniveau bewertet. Dies stimme zuversichtlich, dass das Kreditinstitut den Stresstest der Europäischen Zentralbank schaffe. Der Experte sieht aber aktuell keine Kurstreiber für das Papier, so dass er seine Einstufung und das Kursziel bestätigte.

Morgan Stanley hebt Kursziel an

Am Donnerstag hatte sich bereits Morgan Stanley über die Commerzbank geäußert. Die US-Investmentbank hat das Kursziel für die Aktie von 11,20 auf 11,80 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Er habe seine Gewinnschätzungen je Aktie erhöht, da er die Kreditkosten als weitgehend stabil ansehe und im vierten Quartal auch keine Auswirkungen einer Prüfung der Aktiva-Qualität (AQR) mehr zu erwarten seien.

Warten auf die Zahlen

Vor den Zahlen dürfte die Commerzbank-Aktie um die Marke von 13 Euro notieren. Sollten die Zahlen gut ausfallen, dürfte der Titel schnell in Richtung 13,50 Euro laufen. Anleger sollten dabei bleiben und den Stopp bei 11,50 Euro setzen.

Mit Material von dpa-AFX

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