Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank-Aktie: Die Horror-Show geht weiter

Die Anleger sind nach wie vor zutiefst verunsichert, der Markt befindet sich im freien Fall. Auch am Montagmorgen sind die Vorzeichen im DAX tiefrot. Ziemlich weit oben auf der Verkaufsliste der Börsianer stehen Bank-Aktien. Die Analysten werden pessimistischer.

Nachdem die Commerzbank-Aktie am Freitag mit einem Minus von 2,3 Prozent aus dem Handel gegangen war, rutscht das Papier am Montagmorgen um 1,7 Prozent auf 10,53 Euro ab. Die wichtige Unterstützung bei 9,90 Euro rückt damit gefährlich nahe. Hält diese Marke nicht, könnte die Aktie schon bald in Richtung 9,30 Euro fallen.

Aktie abgestuft

Die Analysten trauen der Commerzbank-Aktie in den kommenden Monaten ein durchschnittliches Potenzial von 19 Prozent zu. Allerdings ist es in den vergangenen Wochen seitens der bullishen Analysten sehr ruhig gewesen. Vor Kurzem hat Neil Smith vom Bankhaus Lampe die Aktie von „Halten“ auf „Verkaufen“ abgestuft, das Kursziel aber auf elf Euro belassen.

Selbst wenn die Test-Ergebnisse am Markt für Erleichterung sorgen sollten, dürfte sich der Fokus der Investoren schnell wieder auf das vermutlich schwierige dritte Quartal richten. Smith verweist auf mögliche Rückstellungen für Prozessrisiken und eine potenzielle Fortsetzung des Ertragsdrucks.

Abwarten

DER AKTIONÄR erwartet, dass die Commerzbank den Stresstest überstehen wird. Solange sich der Markt aber nicht beruhigt, wird mit der Aktie der zweitgrößten deutschen Bank kein Staat zu machen sein. Mutige Anleger, die den Kursrutsch zum Einstieg nutzen wollen, sollten erst abwarten, ob die Unterstützung bei 9,90 Euro hält. Konservative Anleger halten sich von dem Titel derzeit fern.

(Mit Material von dpa-AFX)

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