- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank-Aktie bei mehr als 30 Euro – woran lag es?

Im Jahre 2007 kostete eine Commerzbank-Aktie letztmalig mehr als 30 Euro. Und damit waren die Anteile der Frankfurter Großbank angesichts eines KGVs von 10 keineswegs überbewertet. Da stellt sich natürlich die Frage, was 2007 bei der Commerzbank alles besser lief.

Zugegeben, es ist sehr viel passiert in den vergangenen sechs Jahren. Für die Banken ist es seit der Lehman-Pleite mit anschließender Finanzkrise, der Staatsschuldenkrise und nicht zuletzt strengerer Regulierungsvorschriften deutlich schwieriger geworden hohe Gewinne einzufahren. Bei der Commerzbank kamen noch Probleme mit der übernommenen Dresdner Bank und anderen Instituten (wie etwa der Eurohypo oder der ukrainischen Bank Forum) hinzu. Doch schon beim ersten Blick in die Gewinn- und Verlustrechnung fällt schnell auf, was damals besser lief.

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Höhere Kosten, weniger Erträge

So beliefen sich die Verwaltungskosten 2007 auf 5,4 Milliarden Euro, im vergangenen Jahr waren es aufgrund der höheren Mitarbeiterzahl satte sieben Milliarden Euro (nach knapp acht Milliarden Euro im Jahr 2011). Die höhere Mitarbeiterzahl erwirtschaftete 2012 mit 3,2 Milliarden Euro einen geringeren Provisionsüberschuss als 2007 (3,8 Milliarden Euro). Beim Handelsergebnis sowie dem Ergebnis aus Finanzanlagen lief es hingegen 2012 besser als 2007, auch der Zinsüberschuss lag trotz der anhaltend niedrigen Leitzinsen über dem 2007er-Ergebnis.

Höherer Gewinn, weniger Aktien

Der operative Gewinn fiel 2007 mit 2,5 Milliarden Euro jedoch mehr als doppelt so hoch aus wie 2012. Aufgrund von Sondereffekten blieb im vergangenen Jahr unter dem Strich gerade einmal ein Überschuss von sechs Millionen Euro, während es 2007 stattliche 1,9 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug sogar 2,92 Euro - da damals die Aktienanzahl auch weit geringer war als heute.

30 Euro sind völlig unrealistisch!

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Commerzbank auch nur annährend wieder in Richtung 30 Euro steigen wird, liegt angesichts der mittlerweile knapp neunfach höheren Aktienanzahl nahe null Prozent. Zum einen war die Commerzbank 2007 wesentlich ertragsstärker, zum anderen schließt dies die enorm gestiegene Atienanzahl aus.  Ob die Commerzbank-Aktie in den kommenden Jahren allerdings zumindest wieder deutlich höhere Kurslevels erreicht als aktuell, analysiert DER AKTIONÄR im Aktienreport „Die große Commerzbank-Analyse - das müssen Anleger wissen".

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