Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank: 13 Euro oder 16,20 Euro - Analysten sehen enormes Potenzial für die Aktie

Die US-Investmentbank Merrill Lynch und die US-Bank JPMorgan haben sich am Dienstag positiv zur Commerzbank geäußert. Der Kursrutsch der Aktie sei völlig übertrieben, Anleger sollten jetzt zugreifen.

Merrill Lynch stuft die Commerzbank-Aktie weiterhin mit „Kaufen“ ein bei einem Kursziel von 16,20 Euro. Nach der deutlichen Kurskorrektur sehe er bei der Aktie der Bank nun eine besonders günstige Einstiegsgelegenheit, so Analyst Johan Ekblom. Die Kapitalausstattung scheine gefestigt und die Risiken in der Bilanz seien deutlich reduziert worden. Zudem bleibe das Umfeld günstig für die Veräußerung weiterer Altlasten.

Kursziel: 13 Euro

Zwar sieht JPMorgan nur Luft für die Aktie bis 13 Euro, allerdings hat der bekannte Bankenanalyst Kian Abouhossein den Titel von „Neutral“ auf „Overweight“ aufgestuft. Die Aktie der Bank sei eine günstige Möglichkeit, auf ein Engagement in Kerneuropa zu setzen und Risiken in den Schwellenländern sowie im Geschäft mit Rohstoffen zu vermeiden, so der Experte.

Die Bank dürfte zudem beim Abbau von Altlasten von der anhaltenden Niedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) profitieren. Zudem stehe die Bank auf der Kapitalseite gut da und habe keine großen offenen Rechtsrisiken.

Abwarten

Ohne Frage bietet die Commerzbank eine interessante Story. Allerdings sind die Anleger immer noch nervös und der Markt ist anfällig für Korrekturen. Deswegen sollte mit einem Einstieg lieber noch gewartet werden.

(Mit Material von dpa-AFX)


Aktueller denn je: Das Ende des Euro

Das Ende des Euro

Autor: Saint-Étienne, Christian
ISBN: 9783942888998
Seiten: 160
Erscheinungsdatum: 09.01.2012
Verlag: Börsenbuchverlga
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und eBook verfügbar

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Der Euro sollte die Entwicklung der EU zum einheitlichen Wirtschaftsraum befördern, ist jedoch aufgrund von konzeptionellen Fehlern gescheitert. Christian Saint-Étienne weist nach, dass sich die Eurozone nicht besser entwickelt hat als der Rest Europas oder des Westens und dass der Euro die Einheitlichkeit nur suggeriert, weil es an gemeinsamen Strukturen fehlt und jeder Staat seine eigenen Ziele verfolgt – dabei bleibt harte, fundierte Kritik an der Politik Deutschlands (und Frankreichs) nicht aus.

Saint-Étienne fasst drei Möglichkeiten für die ­Bewältigung der Krise ins Auge:

Föderalisierung der Wirtschafts-, Währungs- und Steuerpolitik – Schaffung einer „echten Eurozone“.
Fortsetzung der „Heftpflaster“-Politik, ein Rettungspaket nach dem anderen.
Das Zerbrechen des Euro nach dem Scheitern von 2., entweder „apokalyptisch“ oder „geordnet“, in Form zweier Euro-Währungen mit eigenen Zen­tralbanken in Frankfurt und Paris.

Auf den letzten zehn Seiten liefert Saint-Étienne Vorschläge für das Vorgehen Frankreichs angesichts des drohenden Endes des Euro – auch für deutsche Leser hochinteressant.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Bald zweistellige Kurse?

Die Aktionäre der Commerzbank müssen sich auch 2017 auf eine Durststrecke einstellen. Davon geht zumindest die Bank selbst aus. Am vergangenen Donnerstag präsentierte CEO Martin Zielke mit dem Geschäftsbericht für 2016 auch den Ausblick für das laufende Jahr. Der Vorstand erwartet einen … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Chart-Check Commerzbank: Mega-Kaufsignal voraus!

Die Aktie der Commerzbank hat zuletzt nicht nur der Deutschen Bank, sondern auch dem DAX die Rücklichter gezeigt: Der Kurs hat deutlich Mommentum aufgenommen. Neuen Schwung sollte die jüngste Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed am vergangenen Mittwoch verleihen. Die Fed hat angedeutet, die Zinsen … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Superreiche im Visier

Die Commerzbank will im Geschäft mit Superreichen mit einem Vermögen von mehr als 100 Millionen Euro stark wachsen, so die Börsenzeitung. Dabei soll die Beratung weiterhin vor Ort stattfinden. Wie viele Superreiche die Commerzbank bisher betreut ist nicht bekannt, in Deutschland umfasst die Gruppe … mehr