- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank: Verkauf der Eurohypo wird schwer

Die Commerzbank will ihr Sorgenkind Eurohypo möglichst bald verkaufen, um dadurch die Kernkapitalquote erheblich zu verbessern. Analyst Konrad Becker von Merck Finck sieht hier allerdings schwarz. Was sind die Gründe für seine Skepsis?

Die Commerzbank muss ihre harte Kernkapitalquote bis Mitte 2012 auf 9,0 Prozent hieven. Dafür benötigt der DAX-Konzern Kapital in Höhe von rund fünf Milliarden Euro. Eine andere Möglichkeit wäre, Risikoaktiva in großem Umfang aus der Bilanz zu werfen. Dies könnte mit einem Verkauf der defizitären Tochter Eurohypo gelingen. Allerdings dürfte es schwer werden, den Immobilienfinanzierer innerhalb der kommenden Monate zu verkaufen -und das noch zu einem akzeptabeln Preis. Analyst Konrad Becker von Merck Finck zeigt sich im Gespräch mit dem DAF eher pessimistisch. Er verweist darauf, dass sich die Eurohypo nicht selbstständig refinanzieren kann. Daher wird das Interesse potenzieller Käufer eher gering sein. Einen Verkauf an den Staat hält er für politisch sehr problematisch. Becker schließt daher eine Kapitalerhöhung der Commerzbank im kommenden Jahr nicht aus.

Schnäppchen für Mutige

Risikobereite Anleger können das günstige Bewertungsniveau der Commerzbank-Aktie, die aktuell weit unter dem Buchwert notiert, zum Einstieg nutzen. Der Stoppkurs sollte nach wie vor bei 0,90 Euro belassen werden.

Für konservativere Anleger ist der DAX-Wert hingegen weniger geeignet. Schließlich sind eine erneute Kapitalerhöhung oder weitere Staatshilfen weiterhin möglich.

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