Commerzbank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank: Übernahme durch Blackrock?

Die Commerzbank-Aktie konnte gestern wieder einmal deutlich zulegen. Einer der Gründe hierfür war ein positiver Analystenkommentar. Zudem setzen offenbar einige Anleger darauf, dass die Commerzbank zum Übernahmeziel werden könnte, zumal die Beteiligung von Blackrock zuletzt weiter erhöht wurde.

Die Machtverteilung bei der Commerzbank verändert sic durch die jüngste Kapitalmaßnahme deutlich. Der Staat verliert seine Sperrminorität und dürfte bald nur noch knapp zehn Prozent der Anteile des Bankenriesen halten. Nun spekulieren die Marktteilnehmer eifrig, wer nun an Einfluss gewinnen wird. Zuletzt wurde gemeldet, dass die Beteiligung von Blackrock zuletzt weiter gestiegen ist. Einige Anleger setzen nun auf eine Übernahme durch den US-Finanzriesen.

Geringe Chancen

Allerdings ist Blackrock, der weltgrößte Vermögensverwalter, wohl kaum daran interessiert, die Commerzbank zu übernehmen. Eine Beteiligung von aktuell etwas mehr als sechs Prozent ist für die Amerikaner, die an nahezu allen DAX-Konzernen Beteiligungen im mittleren einstelligen Prozentbereich halten, nicht außergewöhnlich. So hält der Konzern etwa derzeit rund sieben Prozent an der Allianz und sogar neun Prozent an der Munich Re. Komplettübernahmen zählten bislang nicht zur Strategie von Blackrock.

Lediglich ein Zockerpapier

Die Aussichten für die Commerzbank bleiben trüb, die Bewertung hoch und eine Übernahme durch Blackrock kann eigentlich so gut wie ausgeschlossen werden. Anleger sollten den DAX-Titel daher weiterhin meiden. Die Aktie bleibt ein Zockerpapier.

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