Commerzbank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Commerzbank: Schwäche der Konkurrenz als Chance

Die Commerzbank will von Filialschließungen anderer Banken profitieren, das berichtet die digitale Ausgabe des Handelsblatt. Die Commerzbank baue derzeit ihr Privatkundengeschäft um, um es profitabler zu machen. Am Donnerstag wird die zweitgrößte deutsche Bank ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2013 veröffentlichen.

Privatkundengeschäft auf Wachstumskurs

"Wenn andere Banken ihre Erreichbarkeit regional zurückfahren, stehen wir deren Kunden mit unseren Filialen gern zur Verfügung", sagte der Bereichsvorstand Privatkunden, Michael Mandel, in einem Interview mit Handelsblatt Live, der digitalen Tageszeitung. Der Rückzug anderer Banken aus der Fläche könne der Commerzbank bei ihrem Wachstumskurs helfen.

Während Konkurrenten wie die HypoVereinsbank angekündigt haben, einen Teil ihrer Zweigstellen zu schließen, schließt Mandel eine Rückzugsstrategie aus. "Jede Filiale, die wir schließen, kostet uns Erträge", so der Bereichsvorstand. Mit den Entwicklungen im Privatkundengeschäft zeigte er sich zufrieden. Bis Ende Oktober habe die Bank mehr als 200.000 Konten dazugewonnen.

Ziel der Bank sei es, das bislang wenig ertragreiche Privatkundengeschäft profitabler zu machen. In den ersten neun Monaten 2013 hatte die Bank in der Sparte operativ 165 Millionen Euro verdient. Ursprünglich hatte sie für das Gesamtjahr nur mit einer schwarzen Null gerechnet.

Commerzbank; Chart;

Zahlen am Donnerstag

Am morgigen Donnerstag wird die Commerzbank die Ergebnisse für 2013 präsentieren. Nach Einschätzung von Analysten dürfte das Jahr besser gelaufen sein als erwartet. Unter dem Strich könnte das teilverstaatlichte Institut einen kleinen Gewinn ausweisen.

DER AKTIONÄR traut der Commerzbank-Aktie mittelfristig Kurse um die 16 Euro zu. Sollten die Zahlen und der Ausblick gut ausfallen, dürfte die Aktie schnell Fahrt aufnehmen. Dabeibleiben und Stopp bei 11,50 Euro setzen!

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