- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank: Moody`s wird skeptischer

Die Ratingagentur Moody`s blickt skeptisch auf die Umbaupläne der Commerzbank. Nach Ansicht der Bonitätsprüfer könnten durch die Restrukturierungen die kurzfristigen Kreditrisiken des Frankfurter Bankenriesen weiter zunehmen.

Die Commerzbank will in den kommenden Jahren ihre Privatkundensparte umbauen. Ziel des Instituts ist es, zum einen die Kundenzahl von elf auf zwölf Millionen zu erhöhen, zum anderen dabei auch noch den Ertrag pro Kunde zu steigern. Hierfür investiert die Commerzbank rund zwei Milliarden Euro. Indes könnten die Umstrukturierungen dazu führen, dass der DAX-Konzern im bedeutenden Privatkundengeschäft 2013 keinen Gewinn erzielen wird (siehe unter: Commerzbank: Vor dem nächsten Seuchenjahr?). Die Experten der Ratingagentur Moody's beäugen die Pläne der Großbank eher skeptisch. In einem Email-Statement verwiesen die Bonitätsprüfer darauf, dass die kurzfristigen Kreditrisiken im Zuge des Umbaus wohl steigen dürften. Ob dies nun auch Auswirkungen auf die Einschätzung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank haben werde, wurde bislang nicht angedeutet.

Es gibt bessere Aktien

DER AKTIONÄR hält an seiner bisherigen Einschätzung fest: Wegen der trüben fundamentalen Aussichten und des noch immer eher schwachen Chartbildes eignet sich die Commerzbank-Aktie nach wie vor ausschließlich für mutige Anleger, die den Stopp bei 1,10 Euro setzen sollten. Konservative Anleger machen weiterhin einen Bogen um den DAX-Wert.

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