- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank: Kursziel um 50 Prozent angehoben

Die Aktie der Commerzbank zeigte sich im gestrigen Handel in einem schwachen Markt sehr robust. Ein Grund dürfte ein freundlicher Analystenkommentar gewesne sein. Zum einen wurde die Aktie heraufgestuft, zum anderen wurde das Kursziel kräftig angehoben.

Die japanische Großbank Nomura hat die Aktie der Commerzbank nach den Aussagen von Finanzchef Eric Strutz auf einer Investorenkonferenz in New York (DER AKTIONÄR berichtete) von „Reduce" auf „Neutral" hochgestuft. Das Kursziel wurde von 1,00 Euro auf 1,50 Euro kräftig angehoben. Analyst Chintan Joshi erklärte, die von der Bank geplanten Maßnahmen zur Stärkung der Kernkapitalquote dürften den größten Teil der ermittelten Kapitallücke zur Einhaltung der strengeren Kapitalanforderungen abdecken. Der Umfang einer natürlich immer noch möglichen Kapitalerhöhung liege mittlerweile unter seiner bisherigen Schätzung. Die jüngste Hilfe des Großaktionärs Allianz, hatte Joshi dabei noch gar nicht eingerechnet.

Risiken nicht unterschätzen!

Es sollten nach wie vor nur mutige Anleger darauf setzen, dass es der Commerzbank auch tatsächlich gelingen wird, ohne fremde Hilfe die harte Kernkapitalquote bis Ende Juni auf 9,0 Prozent zu hieven. Denn nur dadurch kann der Finanzriese vermeiden, erneut eine Kapitalerhöhung durchführen zu müssen und/oder weitere Staatshilfen in Anspruch nehmen zu müssen. Wer bei der günstig bewerteten Aktie einsteigt, sollte den Stopp bei 0,90 Euro platzieren. Konservativere Anleger sollten den DAX-Wert hingegen weiterhin meiden.

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