Commerzbank
- Werner Sperber - Redakteur

Commerzbank: Kursziel 150 Euro?; Börsenwelt Presseschau IV

Der Zürcher Finanzbrief traut den Aktien deutscher Banken Kurse wie im Jahr 2007 bei fast 220 Euro oder sogar 2000 bei beinahe 250 Euro zu, allerdings müssten dort Spitzen abgeschnitten werden. 1.000 Prozent Kursplus wären das bei der Commerzbank aber allemal.

Die Experten des Zürcher Finanzbriefes erklären, große Investoren, wie etwa Fonds, hätten derzeit nur halb so viele Bankaktien in ihren Portfolios wie früher üblich. Dabei knicken die Regulierer ein, was vorauszusehen war, aber politisch dennoch peinlich ist! Alle fünf Ziele, welche die europäischen Politiker formuliert haben, um das gefährliche Handeln der Banken zu unterbinden, bleiben erhalten – aber nur dem Namen nach. Tatsächlich werden diese Ziele massiv beschnitten:

1. Die Finanztransaktionssteuer ist schon keine mehr.

2. Die Regeln, wonach sogenanntes Investmentbanking vom üblichen Bankgeschäft zu trennen ist, haben die Politiker weitgehend zurückgezogen.

3. Die Vorgaben nach den Kriterien von Basel III für das von den Banken vorzuhaltende Eigenkapital sind deutlich gesenkt worden. (Der geschätzte maximale Kapitalbedarf der europäischen Banken belief sich bislang auf noch immer 300 Milliarden Euro. Vorläufigen neueren Schätzungen zufolge hat sich dieser Bedarf auf weniger als 50 Milliarden Euro reduziert. Daraus folgt: Die Banken dürfen mit weniger Eigenkapital höhere Summen bewegen, also riskanter vorgehen, was ihre Gewinne hebeln könnte.)

4. Die Bankenunion ist ein von Politikern aufgesetztes Papier ohne konkreten Inhalt.

5. Die sogenannten Stresstests für alle Banken werden ebenfalls deutlich lockerer gehandhabt als vorher zugesagt.

Die Politiker müssen die Banken auch wieder in die Lage versetzen, Kredite auszugeben. Die Analysten (der Banken) haben bislang jedoch noch immer keine neuen Einschätzungen der Banken vorgenommen. Wobei ein sehr großer Unterschied besteht, welchen Bilanzierungs-Standard man anlegt, die US-GAAP (Anmerkung der Redaktion: United States Generally Accepted Accounting Principles, Allgemein anerkannte Rechnungslegungsgrundsätze der Vereinigten Staaten) oder die europäischen IFRS (Anmerkung der Redaktion: International Financial Reporting Standards, internationale Rechnungslegungsvorschriften).

Dieser Teil der üblicherweise börsentäglichen "Börsenwelt Presseschau" ist auf der Facebook-Seite der "Börsenwelt" zu finden.  

Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Der folgende Text ist von der genannten Publikation übernommen sowie üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.)


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