- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank: Keine Besserung erwartet

Schwere Zeiten für die Commerzbank: Die Experten von Equinet rechnen nicht damit, dass es dem DAX-Konzern in den kommenden Monaten gelingen wird, endlich seine Gewinne nachhaltig zu steigern. Dementsprechend skeptisch sind sie daher auch für den Aktienkurs der Großbank.

Die gestern vorgelegten Zahlen (siehe unter: Commerzbank: Die nächste Enttäuschung) sowie die „neue" Strategie der Commerzbank haben die Anleger gestern bitter enttäuscht. Equinet-Analyst Philipp Häßler zeigte sich hingegen wenig überrascht. Das Ergebnis lag in etwa im Rahmen seiner Schätzungen. Nettoerträge und Provisionsüberschuss entwickelten sich sogar etwas besser als erwartet. Er erklärte allerdings: „Die neue Strategie der Bank sieht aber nicht danach aus, als würde sich viel ändern." Er rechnet daher nicht damit, dass der Commerzbank in naher Zukunft die Trendwende beim Gewinn gelingen wird und sieht daher auch für die Aktie noch Abwärtspotenzial.

„Ergebniserholung nicht vor 2014"

Häßler geht davon aus, dass es lange dauern wird, bis die Commerzbank wieder deutlich höhere Gewinne einfahren könnte. Eine Ergebniserholung für das Gesamtgeschäft ist seiner Meinung nach vor 2014 unrealistisch. Seine Einstufung für die Aktie lautet weiterhin „Hold", das Kursziel bestätigte er bei 1,20 Euro - knapp 15 Prozent unter dem aktuellen Kursniveau.

Trübes Chartbild

Die schwachen Zahlen und der enttäuschende Ausblick haben auch dafür gesorgt, dass sich  das Chartbild der Commerzbank-Aktie wieder deutlich eingetrübt hat. Noch nicht investierte Anleger sollten daher beim DAX-Wert, der weiterhin ausnahmslos für Mutige geeignet ist, zunächst abwarten. Bereits investierte Anleger sollten ihre Positionen unbedingt mit einem Stopp absichern.

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