Commerzbank
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Commerzbank: Gefahr oder Entspannung?

Widersprüchliche Aussagen zu den Assets von Commerzbank und Co. Moody´s sieht Bloomberg zufolge im Jahr 2014 im Hinblick auf die Schiffsfinanzierungen der acht größten deutschen Banken "erhebliche Herausforderungen bei der Qualität der Vermögenswerte“. Da Institute wie der weltweit größte Schiffsfinanzierer HSH Nordbank ihre Rückstellungen für notleidende Kredite aufstocken würden, sei die Wahrscheinlichkeit von Kreditverlusten erhöht.

Auch die Commerzbank hat Kredite an Reedereien vergeben. Ein kniffliges Geschäft, da sich Schifffahrtsfirmen seit fünf Jahren in der Krise befinden. Die Bundesbank nannte daher diesen Bereich als einen von dreien, in denen dem Bankensektor Zahlungsausfälle drohen könnten.

Doch die Skepsis von Moody´s teilen nicht alle. JPMorgan hat jüngst das Kursziel für die Commerzbank-Aktie von 8,87 auf 10,26 Euro angehoben. Begründung: Die Schifffahrtsbranche erhole sich, was positiv für in diesem Segment involvierte Kredithäuser wie Commerzbank, DNB, Nordea und Danske Bank sei.

Gewinne laufen lassen

DER AKTIONÄR geht davon aus, dass viele Risiken hinsichtlich von Schiffsfinanzierungen bereits im Kurs eingepreist sind. Die alten Ängste werden derzeit von der Hoffnung auf eine Erholung der Schifffahrtsbranche überdeckt. Das spiegelt auch der Kurs wider: Die Commerzbank-Aktie hat Momentum aufgenommen und war am Dienstag Topgewinner im DAX. Investierte Anleger lassen die Gewinne laufen. Da ab 11 Euro erste ernstzunehmende Widerstände im Chart auftauchen, sollte die Position aber mit einem engen Stopp absichert werden.

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