- Michael Schröder - Redakteur

Commerzbank: EZB, Fed, Analysten – wer löst die Gegenbewegung aus?

Commerzbank & Co sind im aktuellen Marktumfeld eine heiße Wette. Kursschwankungen von bis zu zehn Prozent innerhalb eines Tages sind bei Bankaktien derzeit keine Seltenheit - nach unten und nach oben. Preist der Markt hier bereits die Schieflage eines Institutes ein? Branchenkenner setzen auf die EZB und - wie so oft - auf Fed-Chef Ben Bernanke.

Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Nervosität in absehbarer Zeit aus dem Markt verschwindet. Im Gegenteil: Derzeit deutet einiges daraufhin, dass die Aktienmärkte eine Schieflage oder sogar eine mögliche Insolvenz einer europäischen Bank einpreisen. Italienische, spanische, aber auch deutsche Geldinstitute haben in den letzten Wochen ihren Wert unter hohen Kursschwankungen mitunter mehr als halbiert.

Maßnahmen erwartet

Die US-Notenbank (Fed) fürchtet zudem dramatische Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa auf das europäische Bankensystem und auf die USA. Wie das Wall Street Journal berichtet, seien Fed-Vertreter "sehr besorgt über Finanzierungsschwierigkeiten jener europäischen Institute, die in den Vereinigten Staaten aktiv sind". Branchenkenner sind indes überzeugt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) eine Pleite einer europäischen Bank nicht zuletzt - und vorher noch entsprechende Maßnahmen vornimmt. Und: Ab dem kommenden Freitag treffen sich im US-amerikanischen Jackson Hole (Wyoming) die Zentralbanker der Welt, um intensiv über die weitere Geldpolitik zu beraten. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr stellte Fed-Chef Ben Bernanke dort das erste Quantitative Easing Programm vor.


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Deutliches Kurspotenzial

Dennoch hat der Kursrutsch der Finanztitel auch etwas Gutes. Viele europäische Bankaktien seien mittlerweile sehr günstig bewertet, erklären die Analysten von der Deutschen Bank in einer entsprechenden Studie. Für sie ist die Aktie der Commerzbank ein "Top-Pick" aus dem Sektor. Ihr Fazit: Kaufen mit Kursziel 3,75 Euro! 

Trader greifen gestaffelt zu

Eine Einschätzung zur Entwicklung der Commerzbank-Aktie ist in turbulenten Tagen wie diesen nur sehr schwer abzugeben. Konservative Anleger sollten mit einem Investment warten, bis sich die Situation bei den Finanztiteln beziehungsweise an den Börsen merklich entspannt hat. Risikobewusste Anleger, die von den Kurssprüngen der Aktie profitieren wollen, können dagegen zwischen 1,75 und 1,90 Euro gestaffelt eine Position aufbauen und damit auf eine Gegenbewegung bis in den Bereich um 2,25 Euro spekulieren. Die Position sollte bewusst klein gehalten und der Stopp bei 1,60 Euro platziert werden.

"Das Kurslevel ist schon sehr, sehr tief", sagt Artur P. Schmidt, Tradercockpit. Allerdings sollte man durchaus langfristig auf das Papier setzen. Trotzdem gilt es vorsichtig zu sein, denn es lauern durchaus noch einige Gefahren...

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