- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank: Erfolgreiche Woche beendet

Commerzbank-Aktionäre hatten in der vergangenen Handelswoche endlich wieder Grund zur Freude. Der Kurs des zuletzt stark gebeutelten DAX-Titels konnte deutlich zulegen. Darüber hinaus gab es eine Reihe positiver Meldungen – auch für die kommende Woche ist für Spannung gesorgt.

Gleich zu Wochenbeginn erhielt die Commerzbank-Aktie Rückenwind aus Polen. Die Tochter BRE Bank zeigte sich mit dem abgelaufenen Jahr zufrieden und zuversichtlich für das kommende Jahr (mehr unter: Gute Nachrichten für die Commerzbank). Kurz darauf betonte der scheidende Finanzvorstand Eric Strutz im Rahmen einer Konferenz in New York erneut, dass die Commerzbank keine Staatshilfen benötigt. Für Verunsicherung sorgten indes die anhaltenden Probleme Griechenlands, die zu einem noch höheren Haircut oder sogar doch noch zu einer Staatspleite führen könnten - beides würde die Commerzbank natürlich erheblich belasten.

Allianz hilft mit

Am Donnerstag überraschte die Marktteilnehmer die Meldung, dass die Allianz offenbar ihre stille Einlage im Volumen von 750 Millionen Euro in Aktien oder eine andere Form von hartem Kernkapital wandeln könnte. Dies würde die von der Bankenaufsicht EBA ermittelte Kapitallücke weiter verringern. Für gute Stimmung an den Märkten sorgten anschließend die Anleiheauktionen von Spanien und Italien, die Investoren deutlich niedrigere Zinsen bieten mussten als noch im Dezember (siehe unter: Allianz, Commerzbank, Unicredit, Deutsche Bank und Co: Viva España!)

Entscheidung in der kommenden Woche

In der kommenden Woche trifft sich die Commerzbank-Führung offenbar mit Finanzminister Wolfgang Schäuble. Der Bankenriese wird dann darstellen, wie die Kapitallücke von ursprünglich 5,3 Milliarden Euro bis zum 30. Juni geschlossen und die harte Kernkapitalquote damit auf 9,0 Prozent gehievt werden soll. Überzeugt das Konzept (die Details finden Sie hier) Schäuble nicht, wird der Staat der Commerzbank wohl erneut unter die Arme greifen.

Weiterhin nur für Mutige

Die Möglichkeit, dass es die Commerzbank aus eigener Kraft schaffen wird, besteht weiter. Allerdings sollten hierauf nur mutige Anleger setzen. Wer das günstige Bewertungsniveau des DAX-Titels nutzen will, sollte seine Positionen bei 0,90 Euro absichern. Konservative Anleger sollten vorerst weiterhin außen vor bleiben.

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