Commerzbank
- Maximilian Völkl

Commerzbank: Eine neue Hoffnung

Die Bank-Aktien gehören am Donnerstag zu den stärksten Werten im DAX. Im Schatten der Deutschen Bank hat auch die Commerzbank die Talfahrt vorerst gestoppt. Neben der Hauptversammlung des DAX-Rivalen steht vor allem die Entwicklung in den USA im Fokus der Anleger.

Die Hoffnung auf bald wieder steigende Zinsen treibt die Commerzbank-Aktie an. Auslöser des Umdenkens an den Märkten war das Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank vom Mittwochabend. Darin heißt es, dass die meisten Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses eine Zinsanhebung auf der nächsten Sitzung Mitte Juni als „wahrscheinlich angemessen“ ansehen. Am Markt ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im Juni damit von kaum mehr als Null vor wenigen Tagen auf mittlerweile immerhin knapp ein Drittel gestiegen.

Höhere Zinsen könnten sich im Zinsergebnis vieler Institute positiv niederschlagen. Dann dürfte sich auch das Chartbild der Commerzbank wieder aufhellen. Noch bleibt der langfristige Abwärtstrend zwar intakt. Nachdem die Unterstützungszone bei 6,90 Euro zuletzt aber verteidigt wurde, geht der Blick nun vorerst wieder nach oben. Der Weg bis zum Gap bei rund 8,00 Euro wäre frei.

Stopp beachten

Steigende Zinsen könnten die Commerzbank-Aktie weiter antreiben. Spielt der Gesamtmarkt mit, erscheint eine Erholung möglich. Kritisch würde es allerdings unterhalb der wichtigen Unterstützung bei 6,90 Euro werden. Mutige Anleger, die investiert sind, bleiben an Bord. Der Stoppkurs bei 6,15 Euro sollte allerdings beachtet werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Vergangenheit holt Commerzbank ein

Wie jetzt bekannt wurde, hatte die Commerzbank bereits vergangene Woche Besuch von der Staatsanwaltschaft und der Steuerfahndung bekommen. Die Frankfurter Zentrale und mehrere Privatwohnungen sollen durchsucht worden sein. Grund sind umstrittene Aktiengeschäfte, auch Cum-Ex-Geschäfte genannt. mehr