- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank: Droht der Eurohypo das Ende?

Die Commerzbank erwägt laut einem Medienbericht offenbar, die defizitäre und mittlerweile als nahezu unverkäuflich eingestufte Immobileintochter Eurohypo abzuwickeln. Hierfür bedarf es allerdings noch der Zustimmung der EU-Kommission. Welche Ausrikungen hätte dies auf die Aktie.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, soll das Commerzbank-Sorgenkind Eurohypo nun offenbar abgewickelt werden. Der DAX-Konzern geht anscheinend davon aus, dass man für den defizitären Immobilienfinanzierer wohl kaum noch einen Käufer finden wird. Daher soll nun ein kleiner Teil der Eurohypo bei der Commerzbank eingegliedert werden, der Rest wird abgewickelt. Das Neugeschäft hatte die Commerzbank bei der Eurohypo (auch mit Blick auf die geplante Reduzierung der Risikopositionen, um die Kernkapitalquote zu erhöhen) ohnehin bereits eingestellt.

EU-Kommission müsste zustimmen

Um einen derartigen Plan durchführen zu können, müsste allerdings noch die EU-Kommission zustimmen. Sie hatte als Auflage für die Genehmigung der nach der Lehman-Pleite erhaltenen Staatshilfen gefordert, dass die Eurohypo bis Ende des Jahres 2014 verkauft werden muss. Da nun ein kleinerer Teil des Immobilienfinanzierers doch weiterbetrieben werden soll, bedarf es der Zustimmung der Kommission.

Probleme bestehen weiterhin

Die Spekulationen um die Zukunft der Eurohypo sollten nicht überbewertet werden, zumal eine Abwicklung der Eurohypo auch nicht automatisch die zahlreichen Probleme der Commerzbank lösen würde. Bei der Commerzbank-Aktie sollten deshalb weiterhin nur mutige Anleger zugreifen. Konservativere Anleger bleiben weiterhin an der Seitenlinie.

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