Deutsche Bank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank, Deutsche Bank, Unicredit und Co: Vor schwerem Jahr 2012

Nachdem das Jahr 2011 für Banken bereits besonders schwierig war, dürfte es 2012 wohl kaum einfacher werden. Dieser Ansicht ist auch Unicredit-Chef Federico Ghizzoni. Allerdings geben die Äußerungen des Italieners und eines Vorstandskollegen auch Anlass zur Zuversicht.

2011 war für Europas Banken erneut ein sehr schwaches Jahr. Zu stark belastete die schwelende Schuldenkrise die Aktienkurse der Großbanken. Nahezu alle Experten gehen davon aus, dass auch das Jahr 2012 nicht gerade leicht wird für die Geldhäuser des „Alten Kontinents". Auch Unicredit-Chef Federico Ghizzoni erklärte, dass 2012 wohl „sehr schwierig" werden dürfte. Allerdings betonte er auch, dass das Schlimmste wohl bereits vorbei sei. Seine Bank sieht Ghizzoni indes relativ gut aufgestellt. Nach dem Abschluss der Kapitalerhöhung im Volumen von 7,5 Milliarden Euro werde die Unicredit eine der solidesten Banken sein. Indes zeigt sich auch sein Vorstandskollege Roberto Nicastro optimistisch.

EZB-Geldspritze wirkt bald

Nicastro erklärte im Gespräch mit der Zeitung Il Messaggero, dass die Geldspritze der Europäischen Zentralbank bald wirken dürfte. Dann sollte das zusätzliche Kapital für die europäischen Großbanken auch die Realwirtschaft ankurbeln sollte: „Ich glaube, die fühlbaren Effekte dieser Geldspritze werden wir im Februar oder März sehen." Die EZB hatte den Banken mit 489 Milliarden Euro deutlich mehr Kapital zur Verfügung gestellt als Experten erwartet hatten. Im Zuge dessen hatten Staaten wie etwa Italien oder Spanien deutlich weniger Probleme, ihre Anleihen am Markt zu platzieren und mussten dafür zudem einen geringeren Zins bieten.

Mutige greifen zu

Die Aktien der europäischen Großbanken sind für konservative Anleger trotz der sehr günstigen Bewertung immer noch nicht geeignet. Spekulativ orientierte Anleger können hingegen erste Positionen aufbauen, da sich die Lage allmählich zumindest etwas aufhellt und mittlerweile nahezu alle negativen Meldungen bereits in den Kursen eingepreist sein sollten. Die Favoriten im Bankensektor sind weiterhin die Deutschen Bank sowie die Aareal Bank (mehr unter: Aareal Bank: Ausbruch zum Jahresbeginn?).

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