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- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank, Deutsche Bank, Allianz und Munich Re: Banger Blick nach Berlin

Die Lage in Griechenland spitzt sich weiter zu, was die Gläubiger Commerzbank, Deutsche Bank, Allianz und Munich Re besorgen dürfte. In Berlin beraten heute Angela Merkel und Nicolas Sarkozy wohl auch darüber, ob das Land mit weiteren Hilfen rechnen kann.

Commerzbank, Deutsche Bank, Allianz, Munich Re und andere Griechenland-Gläubiger dürften heute mit Spannung nach Berlin blicken. Dort findet heute das erste von vermutlich wieder einmal vielen Treffen im Jahr 2012 zur Eurokrise zwischen Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Sarkozy statt. Dabei soll es offiziell unter anderem um die Ankurbelung des Wachstums in Europa gehen sowie Einführung einer Finanztransaktionssteuer gehen. Im weiteren Wochenverlauf treffen sich Merkel und Sarkozy auch mit Italiens Premierminister Mario Monti. Allerdings dürften auch heute wieder die Probleme in Griechenland zu den beherrschenden Themen zählen. Das Land benötigt weitere Hilfen, um den Staatsbankrott zu vermeiden.

IWF ist skeptisch

Wie Der Spiegel berichtet, hat der Internationale Währungsfonds (IWF) mittlerweile seinen Glauben an eine erfolgreiche Griechenland-Rettung verloren. Die Experten kritisieren vor allem die schleppenden Reformen in Athen. So haben das Eintreiben von Steuern und die Erzielung von Privatisierungserlösen nicht die Erwartungen erfüllt. Aus eigener Kraft wird Griechenland seine Schulden wohl kaum in den Griff bekommen. IWF-Chefökonom Olivier Blanchard geht davon aus, dass es zu einem weiteren Verzicht der Gläubiger kommen muss. Ob dies politisch durchsetzbar ist, scheint natürlich höchst fraglich zu sein.

Haircut wäre für die Commerzbank fatal

Ein noch höherer Haircut für griechische Schuldtitel wäre für die Finanzkonzerne im DAX natürlich schmerzhaft. Deutsche Bank, Allianz und Munich Re dürften dies wohl stemmen können. Die Aktien bleiben für risikobereite Anleger daher interessant.

Die Commerzbank hätte im Falle eines größeren Schuldenschnitts wohl kaum mehr eine Chance, die Kapitallücke von fünf Milliarden Euro aus eigener Kraft zu schließen (mehr zur Commerzbank lesen Sie hier).

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