- Michael Schröder - Redakteur

Commerzbank: Der nächste Anlauf

Die US-Notenbank hat die Wall Street gestern aus dem Tief geholt. Die Hoffnung auf neue Geldspritzen der Fed dürfte auch in Deutschland für Kursaufschläge bei DAX und Co sorgen. Kann die Commerzbank-Aktie nach dem gestrigen Rückschlag ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen?

Die Bereitschaft der US-Notenbank Fed zur Stützung der Wirtschaft hat gestern an der Wall Street die Sorgen um die globale Konjunkturabkühlung und die Euro-Schuldenkrise gemildert. Aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der vergangenen Notenbanksitzung geht hervor, dass sich bei der jüngsten Zinssitzung Anfang August viele Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses FOMC für zusätzliche Stützungsmaßnahmen ausgesprochen hatten, sollten Konjunkturdaten nicht bald ein freundlicheres Bild von der Binnenkonjunktur zeichnen. Damit könnte etwa eine neue Runde von Anleihekäufen näher rücken. Das dürfte im heutigen Handel auf dem heimischen Parkett auch der Commerzbank positive Impulse verleihen.

Rückschlag verdaut

Nach einem soliden Handelsstart ist die Aktie der Commerzbank gestern zwischenzeitlich deutlich unter Druck geraten. Händler führten einen Vorab-Bericht der Wochenzeitung DIE ZEIT über mögliche Ermittlungen amerikanischer Behörden als Grund an. Demnach hält die Commerzbank mit Blick auf Ermittlungen amerikanischer Behörden wegen möglicher Verstöße gegen US-Sanktionen finanzielle Folgen für möglich, die "dafür gegebenenfalls gebildete Rückstellungen überschreiten" und sich "erheblich negativ" auf den Konzern auswirken können. Da die Informationen nicht wirklich neu waren, hat sich die Aktie im weiteren Verlauf wieder stabilisieren können.

Chartbild unverändert

An der charttechnischen Situation hat sich somit nicht viel geändert. Auf dem Weg nach oben wartet weiterhin  im Bereich zwischen 1,28 und 1,30 Euro eine horizontale Widerstandszone. Ein Sprung über diese Hürde könnte der Aktie kräftigen Rückenwind verleihen. Die nächsten Kursziele würden dann im Bereich um 1,47 Euro liegen. Prallt die Aktie dagegen ab, droht ein Rücksetzer bis zu den bisherigen Tiefstständen bei 1,12 Euro.

Beobachten

Investierte Anleger, die den jüngsten Kursaufschwung mitgemacht haben, sollten den Stoppkurs eng auf 1,15 Euro beziehungsweise 1,10 Euro nachziehen. Neueinsteiger warten Kurse oberhalb von 1,30 Euro oder einen Rücksetzer ab.

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