Commerzbank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank: Das Trauerspiel geht weiter – wohl mindestens zwei Jahre

Die Experten der Ratingagentur Moody`s sehen die Commerzbank auf dem Weg der Besserung – was sich allerdings erst 2015 oder gar 2016 auszahlen sollte. Kein Wunder, dass es mit der Aktie des Bankenriesen zuletzt weiter in den Keller ging.

Die Ratingagentur Moody's sieht für die Commerzbank trotz des Sparprogramms des Vorstandes lediglich „mäßige Gewinnaussichten". Eine deutliche Besserung der Ertragssituation erwarten die Experten für 2013 und 2014 zunächst nicht. Moody's-Kreditanalystin Katharina Barten erklärte in ihrer jüngsten Studie: „Die Fortschritte beim Risikoabbau reduzieren die Gefahr extremer Verluste. Die substanziellen Bemühungen der Bank um Kostensenkungen und eine Risiko-Reduzierung werden wahrscheinlich zu sichtbaren Verbesserungen führen, aber erst ab 2015 oder 2016."

Preisdruck verschärft sich

Laut Barten dürfte die Frankfurter Großbank weiter unter den schwachen Renditen ihrer Kernsparten leiden. Das Niedrigzinsumfeld sei demnach für das Institut ebenfalls nicht förderlich. Darüber hinaus dürfte sich der Preisdruck durch die Online-Banken - hier macht sich die Commerzbank mit der Tochter Comdirect gewissermaßen selbst Konkurrenz - weiter verschärfen.

Finger weg!

DER AKTIONÄR rät weiterhin von jeglichem Engagement bei der Commerzbank ab. Fundamental betrachtet sprechen die chronische Ertragsschwäche, die trüben Aussichten und die im Branchenvergleich hohe Bewertung gegen den DAX-Titel. Und auch das Chartbild ist nach dem Rutsch unter das bisherige Allzeittief alles andere als freundlich.

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| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

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