- Nikolas Kessler - Redakteur

Commerzbank: Das sieht nicht gut aus

Die Aktie der Commerzbank knüpft am Donnerstagvormittag an ihre Talfahrt an und verliert dabei weitere vier Prozent. Die Kursgewinne vom Jahresanfang schmelzen dabei immer weiter ab, aus charttechnischer Sicht wird es nun wieder spannend. Anleger sollten vor allem die Marke von 5,50 Euro im Auge behalten.

Zu Jahresanfang sah es mit Blick auf den Commerzbank-Chart nach technischer Erholung aus: Vom Mehrjahrestief bei 5,50 Euro ging es im Januar innerhalb weniger Wochen um rund 25 Prozent nach oben. Mit dem Sprung über die 38-Tage-Linie wurde dabei nach rund einjähriger Talfahrt sogar ein erstes technisches Kaufsignal erzeugt. Das hat sich inzwischen allerdings als Fehlsignal entpuppt, denn knapp unterhalb der 7-Euro-Marke hat die Erholungsbewegung ihr vorläufiges Ende gefunden.

Seitdem ging es wieder um knapp zehn Prozent bergab – statt der horizontalen Widerstandszone im Bereich von 8,00 Euro könnte der Kurs nun wieder das Mehrjahrestief von Ende Dezember anlaufen. Diesen Bereich sollten Anleger in den kommenden Tagen genau im Auge behalten. Hält die Unterstützung bei 5,50 Euro einem erneuten Test stand, würde sich in diesem Bereich ein Doppelboden ausbilden – ein klassisches Trendwendesignal. Hält sie nicht, dann ist es von dort aus nicht mehr weit bis zum bisherigen Allzeittief von Anfang März 2016 bei 5,16 Euro.

Analyst befürchtet schwaches Q4

Dass die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2018 am kommenden Donnerstag (14. Februar) die nötige Unterstützung für die charttechnische Trendwende liefern, davon geht Tobias Lukesch von Kepler Cheuvreux nicht aus. Wegen schwachem Umsatzwachstum und steigendem Kostendruck warnt er in einer aktuellen Studie vor enttäuschenden Q4-Zahlen. Entsprechend hat er seine Verkaufsempfehlung für die CoBa-Aktie bestätigt und das Kursziel von 8,50 auf 5,50 Euro deutlich gesenkt.

Kaufsignal abwarten!

Auch DER AKTIONÄR sieht vor den Zahlen zunächst keinen Anlass für einen Einstieg bei der Commerzbank. Stattdessen sollten Anleger die weitere Entwicklung im Chart beobachten und erst bei Abschluss der Bodenbildung beziehungsweise einem technischen Kaufsignal wieder einen Fuß in die Tür stellen.  

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