- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank: Das ist geschehen

Erneut liegt eine sehr ereignisvolle Handelswoche hinter der Commerzbank. Insgesamt konnte der DAX-Wert wieder deutlich zulegen. Hautpgrund war eine Ad-hoc-Meldung der zweitgrößten Privatbank Deutschlands, die viele Anleger hoffen ließ. DER AKTIONÄR blickt auf die wichtigsten Nachrichten zurück.

Die abgelaufene Handelswoche begann eher schlecht für die Commerzbank angesichts der steigenden Wahrscheinlichkeit, dass Gläubiger wie die Commerzbank Griechenland weitere Zugeständnisse machen sollen. Darüber hinaus droht dem Frankfurter Bankenriesen offenbar eine Herabstufung der Bonität durch die Ratingagentur Moody's (mehr dazu lesen Sie hier).

Indes gab es eine interessante Wendung in der Frage der Zukunft der defizitären Tochter Eurohypo: Die Commerzbank glaubt offenbar nicht mehr daran, für ihr Sorgenkind doch noch einen Abnehmer zu finden. Nun hat der DAX-Konzern etwas anderes mit dem Immobilienfinanzierer vor.

Wechselbad der Gefühle

Am Donnerstag verunsicherte zunächst eine Meldung der Financial Times die Anleger. Demnach hatten sich führende Vertreter der Bankenaufsicht EBA skeptisch gezeigt, dass es die Commerzbank aus eigener Kraft schaffen könnte. Ihrer Ansicht nach seien weitere Staatshilfen „fast unausweichlich".

Wenig später beglückte die Commerzbank ihre Aktionäre mit einer Ad-hoc-Mitteilung. Demnach habe sie Ende 2011 bereits 57 Prozent der Kapitallücke geschlossen und zeigt sich bestärkt darin, die Regulierungsauflagen ohne fremde Hilfe zu erfüllen. Der Konzern zeigte dabei genau auf, in welchen Bereichen Kapital aufgetrieben worden konnte und wo es eingespart werden konnte. Zur kompletten Unternehmensmeldung.

Finanzchef Eric Strutz zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die Commerzbank nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden Euro im vierten Quartal 2011 auch im ersten Halbjahr mehr als eine Milliarde Euro verdienen kann. Was ihn dabei so optimistisch stimmt, erklärt er im Gespräch mit dem DAF.

Stoppkurs nachziehen!

Die abgelaufene Handelswoche gibt weiteren Anlass zur Hoffnung, dass es die Commerzbank aus eigener Kraft schaffen wird. Darauf sollten allerdings weiterhin nur mutige Anleger setzen. Schließlich könnte die Commerzbank etwa durch höhere Verluste auf das Griechenland-Engagement oder eine deutliche Abschwächung des Wachstums belastet werden. Der Stoppkurs sollte auf 1,10 Euro nachgezogen werden. Konservative Anleger bleiben daher weiterhin an der Seitenlinie.

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