- Thorsten Küfner - Redakteur

Commerzbank: Damit rechnen die Experten

Nach der schwachen Geschäftsentwicklung der Commerzbank im Jahr 2012 hoffen Anleger für das kommende Jahr auf Besserung. Analysten rechnen zwar wieder mit einem Anstieg des Gewinns, wirklich optimistisch sind sie allerdings nicht.

Die Commerzbank hatte auch im Jahre 2012 mit vielen Problemen zu kämpfen. Dementsprechend schwach fielen auch die Ergebnisse der Frankfurter Großbank aus. 2011 hatte die Commerzbank auf bereinigter Basis noch 0,40 Euro pro Aktie verdient, das Nettoergebnis belief sich auf 0,18 Euro je Anteilschein. Für das laufende Jahr rechnen Experten nur noch mit einem Überschuss von 0,12 Euro pro Aktie. Große Hoffnungen, dass die Gewinne im kommenden Jahr wieder sprudeln sollten sich Anleger beim Blick auf die Prognosen der Analysten für 2013 eher nicht machen.

KGV nicht gerade niedrig

Für 2013 rechnen die Analysten durchschnittlich mit einem Anstieg der Einnahmen von 9,99 auf 10,17 Milliarden Euro. Der Gewinn soll von 0,12 auf 0,15 Euro je Aktie klettern. Hierzu dürfte allerdings das für den Bankenriesen wichtige Privatkundengeschäft wenig beitragen. Doch selbst wenn die Gewinnsteigerung um knapp ein Viertel gelingt, wäre die Commerzbank-Aktie mit einem 2013er-KGV von 10 allerdings immer noch längst kein Schnäppchen innerhalb der Bankenbranche, in der viele Aktien KGVs im deutlich einstelligen Bereich vorweisen.

Aktie derzeit kein Kauf

Nach dem Rutsch unter die wichtigen charttechnischen Marken im Bereich von 1,49 Euro, hat sich das Chartbild der Commerzbank wieder deutlich eingetrübt, weshalb selbst mutige Anleger zunächst an der Seitenlinie verharren sollten. Konservative Anleger sollten trotz der relativ günstigen Bewertung mit einem KBV von lediglich 0,3 aufgrund der trüben fundamentalen ohnehin die Finger von der Commerzbank-Aktie lassen.

Diskutieren Sie mit:
Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.
Das DAF Deutsches Anleger Fernsehen ist über ASTRA digital sowie über verschiedene Kabelnetze frei zu empfangen. Darüber hinaus ist das Programm über das eigene Online-Portal www.daf.fm zu sehen, sowie über das IPTV-Netz (Entertain) der Dt. Telekom. In der kostenfreien Mediathek stehen sämtliche Beiträge und Interviews - mittlerweile über 35.000 Videos zu mehr als 3.000 Einzelwerten - zur Verfügung.