Commerzbank
- Matthias J. Kapfer - Werkstudent

Commerzbank: Das sagen die Analysten

Nachdem die Commerzbank am Donnerstag mit ordentlichen Zahlen die Anleger überraschen konnte, melden sich nun die ersten Analysten zu Wort.

Analyst Thomasz Grzelak von der Baader Bank beließ die Empfehlung der CoBa-Aktie nach den überraschend positiven Zahlen auf „Buy“ mit einem unveränderten Kursziel von 12,50 Euro. Dem Experten zufolge, habe ein schwaches Geschäft mit großen Unternehmen einem erneut starken Geschäft mit Privatkunden und kleinen Unternehmen entgegengestanden. Der Analyst sieht mit seiner Kaufempfehlung ein Kurspotenzial von derzeit mehr als 40 Prozent.

Crédit Suisse hebt Kursziel an

Das Analysehaus RBC Capital Markets hat die Einstufung ebenfalls auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 11 Euro belassen. Die Großbank habe da, wo es darauf ankomme, besser als erwartet abgeschnitten, schrieb Analystin Anke Reingen. Dennoch seien die Trends bei den Zinseinkünften und den Gebühreneinnahmen beunruhigend. Bei der Kapitalquote hingegen gebe es weitere Fortschritte, so die Expertin.

Die Schweizer Bank Crédit Suisse hat das Kursziel für Commerzbank nach Quartalszahlen von 9,00 auf 9,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Vorsteuergewinn der Bank habe die Konsensprognose um fünf Prozent übertroffen, schrieb Analyst Marcell Houben in einer Studie. Bessere Einnahmen und geringere Rückstellungen für notleidende Kredite hätten höhere Kosten mehr als ausgeglichen.

Schwächeres Handelsgeschäft und höhere Kosten

Trotz vieler positiver Kommentare gab es auch etwas Gegenwind für die Q3-Zahlen der Commerzbank. Goldman-Sachs-Analyst Jernej Omahen sah ein schwächeres Handelsgeschäft sowie höhere Kosten und Rückstellungen, welche der guten Einnahmen im Kerngeschäft und der Kapitalausstattung gegenüber stehen.

Mutige Anleger kaufen nach

Am Donnerstag gaben die Quartalszahlen der Aktie einen ordentlichen Schub. Zwar halbierte sich der Gewinn der Frankfurter fast im Vergleich zum Vorjahr. Doch Analysten hatten mit noch schwerwiegenderen Einbußen gerechnet. Am Freitag schwächelt die CoBank-Aktie in dürftigem Börsenumfeld wieder. Charttechnisch hat der MDAX-Wert aber nun seine 90-Tage-Linie bei 8,56 Euro überwunden, auch der kurzfristige Abwärtstrend seit Ende September scheint Geschichte. Kurzfristig dürfte es eher weiter aufwärts gehen.

Die Aktie bleibt dank des erfolgreichen Voranschreitens der internen Umstrukturierung (Kostenabbau und Ertragssteigerungen) haltenswert. Ganz mutige Anleger kaufen nach.

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| Martin Mrowka | 0 Kommentare

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