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Top-Gewinner Commerzbank: Mehr Kunden, mehr Gewinn

Die Aktie der Commerzbank ist am Dienstagvormittag der Top-Gewinner im DAX. Grund dafür sind die am Morgen präsentierten Zahlen für das erste Quartal. Demnach ist Deutschlands zweitgrößte Bank besser als erwartet ins Jahr 2018 gestartet.

Zwar ist das operative Ergebnis der Commerzbank im ersten Quartal mit 289 Millionen Euro rund zwölf Prozent schmaler ausgefallen als im Vorjahreszeitraum, Analysten hatten in Vorfeld allerdings mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Hinzu kommt, dass der Gewinn im selben Zeitraum trotzdem um rund neun Prozent auf 250 Millionen Euro gestiegen ist – vor allem dank der niedrigen Steuerlast.

Insgesamt sieht sich der Vorstand nach zwei mageren Jahren auf Kurs zu wieder steigenden Gewinnen – auch wegen einer breiter werdenden Kundenbasis. „Wir wachsen in unserem Kerngeschäft und digitalisieren unser Geschäftsmodell“, so Konzernchef Martin Zielke.

Viele neue Kunden

Die Commerzbank stemmt sich mit einer Kundenoffensive gegen das anhaltende Zinstief und will bis zum Jahr 2020 zwei Millionen neue Kunden gewinnen. Alleine in Deutschland kamen im ersten Quartal rund 73.000 neue Privat- und Unternehmerkunden dazu. Seit dem Start der neuen Strategie Ende 2016 belaufe sich der Kundenzuwachs hierzulande bereits auf 712.000. Damit befindet sich das Institut auf einem guten Weg, das Zwischenziel von einer Millionen Netto-Neukunden bis zum Jahresende zu erreichen.

Wie bereits bei der Hauptversammlung in der Vorwoche hat Zielke die Absicht bekräftigt, für das laufende Geschäftsjahr wieder eine Dividende auszuzahlen. Fünf Cent je Aktie habe man dafür im ersten Quartal bereits reserviert. Auch ansonsten wurde der Ausblick bestätigt.

Erholung, aber keine Entwarnung

Die Anleger reagieren am Dienstag erfreut auf die Zwischenbilanz – mit einem Kursplus von fast vier Prozent schicken sie die Aktie am Vormittag an die DAX-Spitze. Damit kann sich der Kurs zwar etwas von seinem bisherigen Jahrestief und dem Stoppkurs bei zehn Euro absetzen, für Entwarnung oder gar Euphorie ist es aber zu früh. Die Commerzbank ist derzeit eine Halteposition.

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