Commerzbank
- Werner Sperber - Redakteur

Commerzbank: Analysten raten zum "Verkaufen"

Erholung, das ist das höchste der Gefühle, welches die Analysten den Aktionären der Commerzbank zugestehen möchten. Entsprechend sind ihre Ratschläge für die Anleger.

James Chappell, Analyst der Bank Berenberg, gibt der Commerzbank beziehungsweise den Aktien wenig Kredit. Er erinnert an die unterdurchschnittliche Kursentwicklung aller Bankaktien in den vergangenen drei Monaten und hält deswegen eine Erholung für möglich. Eine nachhaltig überdurchschnittliche Kursentwicklung sei jedoch wegen der fundamentalen Aussichten unwahrscheinlich. Aktionäre der Commerzbank sollten ihre Anteile "Verkaufen". Das Kursziel beträgt 8,50 Euro.

Markus Rießelmann, Analyst von Independent Research, hält den jüngsten Kursrückgang zwar für übertrieben, was die Bewertung der Aktie aber sinken ließ. Doch gebe es kein klares Aufwärtspotenzial. Deshalb bestätigte er zwar seinen Rat, "Halten", senkte jedoch sein Kursziel von 10,20 auf 8,50 Euro.

Jernej Omahen, Analyst der US-Bank Goldman Sachs, reduzierte seine Gewinnschätzungen für alle europäischen Banken, weil sich die Erträge und das Geschäft mit Anleihen nun schlechter als bislang von ihm erwartet entwickeln dürften. Für die meisten Institute würden wenigstens die Risiken durch (gesetzgeberisches) Eingreifen von Politikern und Institutionen geringer. Für die Anteilseigner der Commerzbank bleibt Omahen bei seiner Empfehlung "Verkaufen" und seinem Kursziel von zehn Euro. Charttechnisch sind die nächsten Unterstützungen die (Rekord)-Tiefs von Mai und Juli 2013 bei 6,80 und 5,55 Euro.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Zweistellige Kurse? Na klar!

Die Rechtspopulistin Marine Le Pen und der Linke Jean-Luc Mélenchon in der Stichwahl um die französische Präsidentschaft: Das war das Horrorszenario für die Märkte, denn beide halten wenig vom Euro und der EU. Doch die Franzosen haben in der Vorwahl den wirtschaftsliberalen Emmanuel Macron als … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank auf Kurs: Alles für das Wachstum

Im Niedrigzinsumfeld ist das Privatkundengeschäft nur profitabel zu betreiben, wenn die Auslastung der nötigen Infrastruktur hoch ist. Im Gegensatz zur Konkurrenz hat die Commerzbank das frühzeitig erkannt und setzt voll auf Wachstum. Bis 2020 sollen zwei Millionen Neukunden im Kerngeschäft … mehr