Sierra Wireless
- DER AKTIONÄR

Comeback im Windschatten

Auch wenn es sich bei Weitem noch nicht bei der breiten Masse durchgesetzt hat – das Thema Internet-Telefonie (auch Voice over IP) ist kein neues mehr. An der Börse schon gar nicht. So hatten bereits vor einigen Jahren die Aktien von Firmen, die das entsprechende Equipment anbieten, auf dem Parkett Hochkonjunktur. Darunter auch Sierra Wireless, ein Unternehmen aus dem kanadischen Richmond, das unter anderem Voice-over-IP-Modems anbietet.

Eine Übernahme hat den Voice-over-IP-Sektor wieder in den Fokus der Börsianer gerückt. Zum Vorteil der Aktie von Sierra Wireless.

Auch wenn es sich bei Weitem noch nicht bei der breiten Masse durchgesetzt hat – das Thema Internet-Telefonie (auch Voice over IP) ist kein neues mehr. An der Börse schon gar nicht. So hatten bereits vor einigen Jahren die Aktien von Firmen, die das entsprechende Equipment anbieten, auf dem Parkett Hochkonjunktur. Darunter auch Sierra Wireless, ein Unternehmen aus dem kanadischen Richmond, das unter anderem Voice-over-IP-Modems anbietet. Im Jahr 2003 konnte sich der Wert der Sierra-Notierung innerhalb von zwölf Monaten im Wert verdreifachen. Die Rallye dauerte dann noch etwas an, bevor sich das Papier wieder auf eine Talfahrt in Etappen begab.

Übernahme schafft Aufmerksamkeit

Dass die Aktie in der jüngsten Vergangenheit die Aufmerksamkeit der Börsianer zurückerlangt hat, liegt unter anderem daran, dass Private-Equity- Unternehmen das Potenzial des Voice-over-IP-Marktes erkannt zu haben scheinen: Anfang Juni kauften die beiden Gesellschaften Silver Lake und TPG Capital das Unternehmen Avaya, das Produkte, komplette Systeme und Dienstleistungen zur Internet- Telefonie anbietet. Silver Lake und TPG legten dabei mit mehr als acht Milliarden Dollar deutlich mehr für Avaya auf den Tisch, als das Unternehmen zu dem Zeitpunkt an der Börse wert war. Auch Telekommunikationsriese Nortel soll Branchenkennern zufolge an Avaya interessiert gewesen sein.

Sektor-Outperformer

Es wäre durchaus möglich, dass es bei Sierra Wireless so ähnlich kommt und jemand das Unternehmen in den nächsten Monaten übernimmt – angesichts des im Vergleich zu Avaya geringen Börsenwertes von derzeit rund 670 Millionen Dollar wäre es jedenfalls nicht verwunderlich. Doch auch ohne Übernahmefantasie ist Sierra ein attraktives Investment. Bei überdurchschnittlichen Wachstumsraten (Gewinnprognose 2008: plus 35 Prozent) erscheint das KGV von 21 günstig. Auch unter charttechnischen Aspekten ergeben sich vorerst keine nennenswerten Widerstände. Rückenwind gibt es zudem von den Analysten von CIBC World Markets, die zum einen dem gesamten Sektor großes Potenzial zusprechen, zum anderen Sierra im Speziellen hervorheben.

Schuss Übernahmefantasie

Wer gerne im Tech-Bereich spekuliert, sollte sich eine kleine Position von Sierra Wireless ins Depot legen. Immerhin gibt es neben guten Fundamentaldaten auch einen kleinen Schuss Übernahmefantasie.

Kursziel bei Sierra: 28,00 Euro. Stopp: 14,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 27/2007.

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