Sony
- DER AKTIONÄR

Comeback eines Giganten

Sony war schon immer ein Pionier. Erfindungen wie das Transistorradio, der Walkman oder die Compact Disc (CD) machten das Unternehmen bekannt. Mit dem ultradünnen Fernseher XEL-1 erhebt Sony wieder Anspruch auf die technologische Marktführerschaft.

Mit dem ultradünnen Fernseher XEL-1 erhebt Sony wieder Anspruch auf die technologische Marktführerschaft.

Sony war schon immer ein Pionier. Erfindungen wie das Transistorradio, der Walkman oder die Compact Disc (CD) machten das Unternehmen bekannt. Zwischenzeitlich schien es allerdings, als habe die Firma ihren Technologievorsprung verspielt. Jetzt leitet der japanische Elektronikkonzern eine weitere Revolution ein. Mit dem XEL-1 bringt Sony den weltweit ersten Fernseher mit organischen Leuchtdioden (OLED) auf den Markt. Zu kaufen gibt es die nur drei Millimeter dünne Mattscheibe ab dem 1. Dezember zum Preis von etwa 1.200 Euro.

Vorsprung gesichert

Die Vorteile der neuen Technologie liegen auf der Hand. Sie basiert auf der Fähigkeit einiger organischer Chemikalien, unter Zuhilfenahme von Strom Licht abzugeben. Das spart nicht nur Energie, weil eine stromfressende Hintergrundbeleuchtung entfällt, sondern sorgt auch für ein deutlich kontrastreicheres Bild. Zwar sind kurzfristig keine relevanten Gewinne durch den Verkauf der neuen Geräte zu erwarten - zu Beginn sollen lediglich 2.000 OLED-Einheiten je Monat gefertigt werden -, langfristig jedoch dürfte sich der technologische Vorsprung für Sony auszahlen. Denn die Konkurrenz hinkt der Entwicklung noch weit hinterher.

Geldwerte Impulse

Doch die Firma wartet nicht nur auf der Innovationsseite mit deutlichen Signalen auf. So wurde jetzt bekannt, dass sich Sony von seiner Immobilie am Potsdamer Platz in Berlin trennen will. Beobachter rechnen trotz der Kreditklemme mit einem Verkaufserlös bis zu 700 Millionen Euro. Etwa 1,9 Milliarden Euro sind den Japanern bereits im Zuge des IPOs der Finanztochter Sony Financial zugeflossen.

Fazit

Sony bleibt ein Basisinvestment auf dem japanischen Markt. Wachstumsraten von 22 Prozent stimmen optimistisch, das KGV von 16 für das nächste Geschäftsjahr kann als moderat eingestuft werden. Auch charttechnisch sieht es gut aus. Das Papier konnte sich jüngst aus seinem stabilen Abwärtstrend befreien und nach oben ausbrechen. Jetzt ist der Weg frei in höhere Regionen.


Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 41/2007.

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