- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Tesla in China: Schneller als gedacht!

Gute News aus China: Offenbar geht der Bau der neuen Tesla-Fabrik schnell voran. Reuters zitiert heute einen Beamten der Stadt Shanghai, der sich in einer Parlament-Sitzung in Beijing nebenbei dazu geäußert hatte. Er erwartet, dass der Großbau schon im Mai fertiggestellt wird. Anfang des Jahres hatte Elon Musk noch von "Mitte Sommer" gesprochen. Tatsächlich ins Laufen kommen erste Bänder dann wohl "Ende des Jahres". 

Zudem äußerte sich Tesla zu den Berichten über einen Stop der Model-3-Verkäufe in China. Man stehe mit den Behörden in Kontakt, um die offenen Fragen zu klären - wenn genau dies geklärt sei, konnte man dpa gegenüber nicht sagen. Aber: Laut Tesla würde die aktuelle Situation weder den Verkauf noch die Reservierungen des Model 3 beeinträchtigen. Businessinsider zufolge wurde der Verkauf des Model 3 untersagt, da sie nicht richtig "ausgezeichnet" sind. Die Behörden hätten zahlreiche "Unstimmigkeiten" unter den bereits 1.600 nach China verschifften Teslas entdeckt. Neben Europa soll China den schwieriger werdenden US-Markt auffangen. Selbst der Bau einer Fabrik in China wird angegangen. Die Aktie bleibt zunächst unter Druck und kein Kauf. Erst die Vorstellung des Model Y am 14. März könnte die Stimmung der Anleger wieder heben.

Durch die radikalen Preissenkungen haben Tesla-Kunden hohe Wertverluste ihrer bereits vorher gekauften Elektroautos hinnehmen müssen. So wurde etwa der Preis für ein long range Model S in den USA von 96.000 Dollar auf 83.000 Dollar gesenkt. Performance-Modelle sind in absoluten Zahlen noch weit mehr im Preis gefallen. Viele Tesla-Fans nehmen es sportlich, das sei bei modernen Produkten wie Computern oder Fernsehern eben üblich: Ein User berichtet, er hat vor zwei Jahren 185.000 Euro für seinen Tesla bezahlt, nun gibt es ihn neu für 117.000 Euro zu kaufen. Andere äußern ihren Unmut deutlicher: "Das Problem ist, dass immer wieder behauptet wurde, dass Teslas wertstabiler sind als andere Autos. Jetzt sieht man, das stimmt nicht." Einige kommen sich "verarscht" vor und fordern eine "Entschädigung".

 

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.

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