Infineon
- Michael Schröder - Redakteur

Chipbranche im Übernahmefieber: Was passiert mit Infineon und Co?

Die Übernahme von ARM Holdings durch Softbank rückt Aktien aus der Chipbranche wieder verstärkt in den Fokus. Dabei wird auch immer wieder Infineon als potenzieller Übernahmekandidat genannt. Der Konzern selbst rüstet sich derweil mit einem Zukauf für künftige Anforderungen an das Chipgeschäft.


Infineon teilte vor rund zwei Wochen mit, vom US-LED-Spezialisten Cree für 850 Millionen Dollar die Sparte für Verbindungshalbleiter namens Wolfspeed kaufen. Analysten begrüßten diesen Deal.

Neben Deutschlands größtem Chiphersteller Infineon wird in Finanzkreisen auch die ams AG als potenzieller Übernahmekandidat genannt. Die Österreicher sind in der Entwicklung und Herstellung von hochleistungsfähigen analogen Schaltkreisen (ICs) tätig. Aber auch die im Schwarzwald beheimatete Schweizer Electronic könnte zum Objekt der Begierde werden. Infineon hatte sich Ende 2014 bereits 9,4 Prozent an dem Leiterplattenspezialisten gesichert.

Die Übernahmespekulationen dürften im Rahmen der laufenden Branchenkonsolidierung weiter hochkochen – und den Kurs der jeweiligen Konzerne stimulieren. Die Infineon-Aktie ist Ende der letzten Woche auf ein neues Mehrjahreshoch gestiegen. Gelingt der nachhaltige Sprung über die Marke von 14,20 Euro, wäre die mehrmonatige Konsolidierung beendet. Kurse im Bereich von 15 Euro liegen dann im Bereich des Möglichen.

DER AKTIONÄR hat die positive operative Entwicklung von Infineon bereits mehrfach hervorgehoben. Dabei wurde vor allem der wichtigste Wachstumstreiber, die nach wie vor starke Nachfrage der Autobauer, in den Fokus gestellt. Halbleiter werden inzwischen überall in der Autobranche benötigt, egal ob im Bereich alternative Antriebe, autonomes Fahren oder Digitalisierung. Die Rekordfahrt dürfte sich daher noch eine Weile fortsetzen.

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