Suntech Power
- DER AKTIONÄR

Chinas Sonnenschein

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die Wirtschaft in China brummt. Ebenso wenig wie der Umstand, dass das Reich der Mitte dafür erhebliche Energiemengen verbraucht. Denn China gilt, obwohl es 1998 das Kyoto-Protokoll unterzeichnet hat, nach den USA als weltgrößter Luftverpester. In der Volksrepublik ist man sich bewusst, dass man auch auf alternative Energien setzen muss.

Die Nachfrage Chinas nach alternativen Energien und die Visionen von Konzernchef Shi sorgen bei der Aktie von SunTech Power für Kursfantasie.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die Wirtschaft in China brummt. Ebenso wenig wie der Umstand, dass das Reich der Mitte dafür erhebliche Energiemengen verbraucht. Denn China gilt, obwohl es 1998 das Kyoto-Protokoll unterzeichnet hat, nach den USA als weltgrößter Luftverpester. In der Volksrepublik ist man sich bewusst, dass man auch auf alternative Energien setzen muss. Nun gibt es Pläne, bis zum Jahr 2020 rund 16 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Und dieses Vorhaben wird langsam konkret: Vor gut einem Monat gab eine chinesische Nachrichtenagentur bekannt, dass die Regierung den Bau eines der weltgrößten Solarkraftwerke plane. Die Anlage in der nordwestlichen Provinz Gansu solle eine Leistung von 100 Megawatt erzeugen und etwa 600 Millionen Euro kosten.

Solar für alle

Dass das Thema Solarkraft in China ein großes ist, dafür sorgt auch Shi Zhengrong. Der siebtreichste Mann Chinas ist Gründer des Unternehmens SunTech Power. Er hat jüngst in einem Interview mit der New York Times geäußert, dass das Geschäft mit Erneuerbaren Energien in seinen Augen eine der am stärksten wachsenden Industrien des 21. Jahrhunderts sein werde. Und dass seine Firma dazu beitragen werde, die Kosten für Solarenergie so weit nach unten zu schrauben, dass Millionen von Chinesen in den Genuss von Sonnenkraft kommen.

Im Westen aktiv

Das in Wuxi ansässige Unternehmen SunTech Power ist chinesischer Marktführer bei Silizium-Solarzellen. Doch SunTech Power macht seine Umsätze – im kommenden Jahr laut Analystenschätzungen insgesamt rund 1,15 Milliarden Dollar – auch im Ausland, etwa in Spanien, Frankreich und Portugal. In den USA ist seit dem vergangenen August zudem die Tochter Suntech America aktiv. Das Gewinnwachstum ist beeindruckend: Allein vom laufenden auf das kommende Geschäftsjahr soll das Ergebnis um mehr als 70 Prozent zulegen. Vor diesem Hintergrund ist das KGV von 28 geradezu niedrig.

Visionen und Fakten

Wenn SunTech-Chef Shi Zhengrong seine Visionen in die Tat umsetzt und Millionen von Chinesen mit Solaranlagen versorgt, dürften der Aktie des Konzerns noch einige Kurszuwächse bevorstehen. Zumal sie günstig bewertet ist. Wer darauf setzt, kann das Papier zwar in Deutschland kaufen, sollte wegen besserer Handelsvolumina allerdings eher in den USA ordern.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 02/2007.

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| Florian Söllner | 0 Kommentare

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