Diageo PLC
- DER AKTIONÄR

Cheers!

Getrunken wird immer, sagt sich Spirituosenkönig Diageo - zu Recht. Denn in der Vergangenheit haben sich die Aktien von Herstellern harter Spirituosen in rezessiven Wirtschaftsphasen besser entwickelt als die Papiere von reinen Bierbrauereien.

p>Getrunken wird immer, sagt sich Spirituosenkönig Diageo. Die schwache Wirtschaft schreckt ihn daher nicht.

Es gibt Studien, die lassen schmunzeln. Etwa die jüngste Untersuchung der US-Investmentbank Lehman Brothers zum Alkoholmarkt. Demnach haben sich in der Vergangenheit die Aktien von Herstellern harter Spirituosen in rezessiven Wirtschaftsphasen besser entwickelt als die Papiere von reinen Bierbrauereien. Das legt die Vermutung nahe, dass in ungemütlichen Zeiten bei Konsumenten eher Hochprozentiges gefragt ist. Mit der nun abflauenden Weltwirtschaft haben Spirituosenanbieter also beste Chancen auf steigende Gewinne.

Weltweit die Nummer 1

Allen voran Diageo, die Nummer 1 der Branche. Baileys, Johnnie Walker, Smirnoff, Cuervo – der britische Großkonzern hat viele klingende Markennamen im Regal. Jeweils rund ein Drittel des Umsatzes macht Diageo in Nordamerika und in Europa, gut elf Prozent im asiatisch-pazifischen Raum, den Rest in anderen Ländern. Mit verstärkter Internetwerbung will der Konzern nun weiter punkten.

Schmackhafte Pluspunkte

Ein Vorteil bei der Herstellung liegt bei den Rohstoffkosten. Spirituosenanbieter sind traditionell weniger stark von steigenden Rohstoffpreisen abhängig als etwa auf Bier konzentrierte Unternehmen. Zudem profitiert Diageo von wachsenden Absatzmärkten in aufstrebenden Ländern wie China und Russland – insbesondere wegen einer wachsenden Mittelschicht. Der Spirituosenkönig hat früh in diese Märkte investiert und auch mit Übernahmen Labels erfolgreich eingebunden.
Für das laufende Geschäftsjahr bis 30. Juni hat Finanzchef Nick Rose jüngst die Prognosen bestätigt: Aus dem operativen Geschäft etwa erwartet Rose ein Gewinnplus von neun Prozent zum Vorjahr. Zugleich hat der Finanzvorstand das Interesse an der schwedischen Wodkamarke Absolut bekräftigt. Außer Diageo sind auch die Konkurrenten Fortune Brands, Pernod Ricard und Bacardi an Absolut interessiert.

Fazit

Alkohol ist immer gefragt – und die sich abschwächende Weltwirtschaft dürfte Diageo weniger schaden als vielen anderen Anbietern von Konsumartikeln, im Gegenteil. Die Aktie hat noch deutlich Luft nach oben und eignet sich als konservatives Investment.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 06/2008.

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