Singulus
- Martin Weiß - Leitender Redakteur

Chart-Check Singulus: Gemessen, gewogen und für gut befunden

Mit einem Kursplus von 60 Prozent seit November zählt der TecDAX-Absteiger Singulus zu den stärksten Titeln auf dem deutschen Kurszettel. Anleger spekulieren auf den Turnaround des Maschinenbauers. Alles nur heiße Luft?

Gerade einmal sechs Wochen ist es her, da sah es für Singulus eher ungünstig aus - und das ist noch untertrieben. Am 20. November war das Papier auf 1,03 Euro gerutscht und damit auf ein frisches 52-Wochen-Tief. Von der miesen Stimmung bei Singulus ist seither aber nichts mehr zu spüren. Das Papier hat mächtig aufgedreht und notiert bei 1,62 Euro mittlerweile 60 Prozent über dem Tief. Trendwende mit Ansage? Zumindest ein Analyst hat die Rallye vorhergesagt.

Punktlandung

Harald Schnitzer von der DZ Bank ist das Kunststück gelungen, mit seiner Kaufempfehlung für Singulus das Tief zu erwischen. Ein Glückstreffer? Kaum, denn Schnitzer hatte Singulus seit dem Frühjahr 2012 kontinuierlich als "Sell" eingestuft und damit ebenfalls richtig gelegen.

In der Datenbank von Bloomberg wird der Banker auf Rang 1 der treffsichersten Analysten für Singulus geführt. Einziger Wehrmutstropfen: Das Kursziel von Schnitzer beträgt 1,30 Euro und liegt damit deutlich unter dem aktuellen Kursniveau.

Während das Potenzial aus Sicht des Analysten damit vermutlich begrenzt ist, spricht die Charttechnik für weiter steigende Kurse. Bereits Mitte Dezember ist Singulus über den langfristigen Abwärtstrend ausgebrochen. Der Anstieg mit darauffolgendem Rücksetzer auf die Ausbruchslinie ist lehrbuchmäßig, ebenso die Rallye nach dem erfolgreichen Test der Breakmarke.

Wie geht es weiter? Bereits Mitte Dezember hat DER AKTIONÄR auf Singulus hingewiesen: [...] Charttechnisch betrachtet hat sich die Situation nach dem jüngsten 40-Prozent-Move aufgehellt. Allerdings befindet sich das Papier nach wie vor in dem seit Jahresbeginn gültigen Abwärtstrend. Dieser verläuft aktuell im Bereich von 1,50 Euro, wo auch das Zwischenhoch von Oktober liegt. Bevor diese Marke nicht überwunden wird, ist das Chance/Risiko-Verhältnis noch ungünstig. Zumal besteht nach dem Sprung von 1,00 auf 1,40 Euro die Gefahr von Gewinnmitnahmen. Sollte der ehemalige TecDAX-Wert aber den Abwärtstrend verlassen, winkt ein schneller Anstieg bis 1,70 Euro. Würde auch diese Hürde überwunden, wartet als nächstes Ziel das Bewegungshoch bei 2,10 Euro.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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