ProSiebenSat.1
- Nikolas Kessler - Redakteur

Chart-Check ProSiebenSat.1: Auf diese Marken kommt es an

Gerade als es Anfang Mai danach aussah, als könnte der Aktie von ProSiebenSat.1 ein nachhaltiger Ausbruch aus dem Abwärtstrend gelingen, haben die Zahlen für das erste Quartal für einen herben Dämpfer gesorgt. Nach dem Rückschlag geht es nun langsam wieder bergauf.

Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hatte der Kurs die Marke von 41,50 Euro angesteuert. In diesem Bereich verläuft neben der Abwärtstrendlinie auch ein hartnäckiger Widerstand, den die Aktie seit fast einem Jahr nicht mehr überwinden konnte.

Auch im zweiten Anlauf hat sich die Widerstandszone als zu harte Nuss erwiesen. In den Tagen nach der Präsentation der Q1-Zahlen am 11. Mai und der Hauptversammlung tags darauf ist es mit der Aktie um mehr als zehn Prozent bergab gegangen.

Zwar konnte der Konzern erneut mit zweistelligen Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis glänzen, eine leichte Senkung der Prognose für den deutschen TV-Werbemarkt hat den Anlegern aber die Stimmung verdorben. Der Dividendenabschlag in Höhe von 1,90 Euro je Aktie tat das Übrige.

Langsame Erholung von übertriebener Talfahrt

Im Bereich der Unterstützung bei 36,75 Euro hat der Kurs rasch einen Boden gefunden, die Erholung verläuft bisher allerdings schleppend. Zudem hat sich das bis dato aussichtsreiche Chartbild nun deutlich eingetrübt. Sowohl die 200-Tage-Linie, die derzeit bei 38,18 Euro verläuft, sowie die 90-Tage-Linie bei 39,31 Euro wurden gerissen.

Auf dem Weg zurück nach oben gilt es nun zunächst, die beiden Trendlinien zurückzuerobern. Anschließend rückt die Widerstandszone im Bereich zwischen 40,00 und 41,50 Euro in den Fokus. Gelingt der Ausbruch über den Widerstand und aus dem Abwärtstrend, wäre aus charttechnischer Sicht zunächst Luft bis 46,50 Euro. Auf der Unterseite sichert die massive Unterstützung bei 35,00 Euro. Sollte sich die Talfahrt erneut beschleunigen und diese Marke gerissen werden, schrillen jedoch die Alarmglocken.

 

Gute Strategie, hohe Dividende

Die vergleichsweise schwache Performance der TV-Sparte zeigt, wie wichtig eine tragfähige Digitalstrategie ist. Nach Einschätzung des AKTIONÄR ist ProSiebenSat.1 daher auf dem richtigen Weg und den Absturz nach den Zahlen übertrieben. Entsprechend sollten investierte Anleger an Bord bleiben, mutige Neueinsteiger können den jüngsten Rücksetzer ausnutzen. Auf 12-Monats-Sicht traut DER AKTIONÄR dem Kurs neue Hochs zu. Darüber hinaus spricht die Dividendenrendite von zuletzt rund fünf Prozent für den DAX-Titel.

 


 

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