ProSiebenSat.1
- Nikolas Kessler - Volontär

ProSiebenSat.1: Freundlicher Ausklang eines schwachen Jahres

Im ruhigen Gesamtmarkt ist die Aktie von ProSiebenSat.1 am Dienstag an die DAX-Spitze geklettert. Dadurch kann das Papier die Verluste zwar weiter eindämmen, auf Jahressicht gehört der Medienkonzern aber dennoch zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex.

Seit die ProSieben-Aktie Ende November bei 31,32 Euro auf den tiefsten Stand seit Ende 2014 gefallen ist, konnte sie bereits wieder rund 18 Prozent zulegen. Mittlerweile kratzt der Kurs an der 37-Euro-Marke. In diesem Bereich verläuft aktuell auch die 90-Tage-Linie.

Dickes Minus auf Jahressicht

Die jüngste Erholung kann die schwache Performance des Papiers jedoch nur teilweise ausgleichen. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte ging es teils rapide bergab – in der Spitze verlor die Aktie über 30 Prozent an Wert. Auf Jahressicht gehört ProSiebenSat.1 mit einem Minus von über 20 Prozent weiterhin zu den größten Verlierern im DAX.

Weder der Aufstieg in die erste Börsenliga im Frühjahr, noch gute Wachstumszahlen – allem voran im Digitalgeschäft – und erhöhte Prognosen konnten nachhaltig positive Impulse setzten. Stattdessen drückten Sorgen um die Margenentwicklung und ein schwächelnder TV-Werbemarkt auf die Stimmung.

Werbemarkt bleibt angespannt

Rückläufige Werbe- und Anzeigenerlöse und die voranschreitende Digitalisierung dürften laut Bloomberg Intelligence auch im kommenden Jahr die beherrschenden Themen in der Medienbranche sein. Da sich der deutsche Werbemarkt im europäischen Vergleich recht solide präsentiere und ProSieben dank dem frühzeitigen Ausbau der Digitalsparte ohnehin weniger abhängig von Werbekunden sei, stehe das Unternehmen jedoch besser da als die meisten Konkurrenten.

Auf der Watchlist

Auch DER AKTIONÄR sieht ProSiebenSat.1 auf einem guten Weg – 2018 soll der Anteil des Digitalgeschäfts am Konzernumsatz auf 50 Prozent steigen. Im Zuge des Kursrutschs Anfang November wurde die Aktie jedoch ausgestoppt. Vor dem Wiedereinstieg sollten Anleger den Sprung aus dem Abwärtstrend und über die 200-Tage-Linie im Bereich der 40-Euro-Marke abwarten.

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