Gerry Weber
- Werner Sperber - Redakteur

Chart-Check Gerry Weber: Seit 2003 immer nur aufwärts

Es scheint, als ob Damenmode immer gefragt ist, egal ob Männer über eine Rezession reden oder über einen Aufschwung. Zumindest haben die Damen immer Mode von Gerry Weber International gekauft. Das spiegelt sich in den Geschäftszahlen und im Aktienchart wider.

Damenoberbekleidung der Kernmarke Gerry Weber und der Marken Samoon und Taifun sind gefragt. Selbst in den schwierigen Geschäftsjahren 2007/08 bis 2009/10 hat der in Halle in Westfalen ansässige Modekonzern Gerry Weber International sowohl den Umsatz als auch den Gewinn immer gesteigert. Das Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung der Mode bis hin zum Verkauf in immer mehr eigenen Ladengeschäften ab. Aktuell eröffnete der Konzern sieben weitere "Houses of Gerry Weber" und erreichte damit eine Gesamtanzahl von 203. Im September sollen weitere zehn bis zwölf Geschäfte öffnen. Bis Ende Oktober möchte Vorstandsvorsitzender Gerhard Weber auch den polnischen Markt mit eigenen Läden erschließen.

Beeindruckender Aufwärtstrend

Die Erfolgsgeschichte von Gerry Weber können Anleger auch am Chart erkennen: Seit März 2003 und einem Kurs von zwei Euro geht es generell nur nach oben. Bei 13 bis 13,20 Euro befindet sich eine stabile charttechnische Absicherung gefolgt von einer Unterstützung bei 15 Euro. Auch die Marke von 18 Euro sollte sich weiterhin als solide erweisen. Bei 20,50 Euro befindet sich ebenfalls eine horizontale Unerstützungslinie. Danach folgen die seit Juli gültige Abwärtstrendlinie, welche derzeit bei 23,45 Euro verläuft und schließlich die letzte Hürde beim Hoch von Juli bei 24,65 Euro.

Auch fundamental günstig

Neben dem charttechnischen Aufwärtstrend rechtfertigt auch die fundamentale Bewertung einen weiteren Kursanstieg. Analysten schätzen die Gewinne je Aktie für die Ende Oktober ablaufenden Geschäftsjahre 2010/11 bis 2012/13 auf 1,42 Euro beziehungsweise 1,74 Euro respektive 1,98 Euro. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 15 beziehungsweise 12 respektive 11. In den vergangenen sieben Jahren bezahlten Anleger im Schnitt ein KGV von 14. DER AKTIONÄR rät deshalb zum Einstieg mit einem Kursziel von 29 Euro und einem Stoppkurs bei 14,50 Euro.

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