RWE
- Michael Herrmann - Redakteur

Chart-Check E.on und RWE: Verkaufssignale

Die größten deutschen Energieversorger E.on und RWE haben in der vergangenen Handelswoche wieder durch die Neuasrichtung ihrer Geschäfte Aufsehen erregt. Charttechnisch hat sich die Lage vor allem bei einem der beiden DAX-Konzerne deutlich verschlechtert.

Mit einem Plus von rund zwei Prozent seit Jahresbeginn zählt die Aktie des Energieversorgers E.on auch in diesem Jahr zu den schwächsten Werten im DAX. Konkurrent RWE war bisher deutlich gefragter. Mit einer Rendite von 27 Prozent zählt die Aktie 2012 zu den besten im deutschen Leitindex. Doch auch RWE hat in den vergangenen Tagen ordentlich eingebüßt.

Untersützungen gefallen

Das Chartbild des zweitgrößten deutschen Energieversorgers hat sich durch die jüngste Korrektur spürbar eingetrübt. Mit dem Bruch der 35-Euro-Marke wurde ein klares Verkaufssignal generiert. Auch die Unterstützung im Bereich von 34 Euro wurde bereits unterschritten. Die nächste Unterstützung, die zu fallen droht, ist die 90-Tage-Linie.

E.on bleibt im Seitwärtstrend

Auch die Aktie des Konkurrenten E.on hat durch den Bruch der 90-Tage-Linie sowie der 100-Tage-Linie ein Verkaufssignal generiert. Der mehrmonatige Seitwärtstrend ist allerdings nach wie vor intakt, und damit auch die wichtige horizontale Unterstützung bei 15,85 Euro. Diese hat sich in der Vergangenheit als äußerst stabil erwiesen und dürfte auch diesmal halten. Ein klares Kaufsignal würde allerdings erst der Ausbruch aus der oberen Begrenzung des Seitwärtskanals bei 18,67 Euro zu Folge haben.

E.on bleibt erste Wahl

Charttechnisch ist E.on aktuell zu bevorzugen, wenngleich das Chartbild auch hier alles andere als rosig aussieht. Doch vor allem fundamental ist E.on weiterhin erste Wahl unter den Versorger-Aktien. Das unveränderte Kursziel von 25 Euro entspricht einem Potenzial von rund 50 Prozent. Ein Stopp bei 14,50 Euro sichert ab.

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