Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Chart-Check Deutsche Bank: Das große Zittern

Noch zwölf Tage, dann geht den Griechen das Geld aus. Die bange Frage, die sich der Markt seit Wochen stellt: Müssen sie dann den Euro verlassen? Bis das Thema nicht geklärt ist, wird der Markt volatil bleiben. Bei der Deutschen Bank geht der Blick abwärts.

Minus 0,1 Prozent auf 27,67 Euro am Mittwoch, minus 0,6 Prozent auf 27,50 Euro am Donnerstagmorgen: Das Chartbild der Deutschen-Bank-Aktie bleibt angeschlagen. Von großer Bedeutung ist, dass die Unterstützung bei 27 Euro hält. Hält sie nicht, könnte es für den Titel schnell in Richtung 24, oder sogar 23,50 Euro gehen.

Der Markt ist derzeit derart nervös, dass nahezu alle positiven Meldungen verpuffen. So ging etwa unter, dass Jean Sassus, Analyst bei Oddo & Cie, die Aktie am Mittwoch mit „Kaufen“ empfohlen hat. Das Kursziel sieht der Experte bei 38,90 Euro.

Sassus ist einer von zehn Analysten, die die Deutsche-Bank-Aktie für kaufenswert halten. 18 Experten sagen „Halten“, 15 „Verkaufen“. Im Schnitt sehen die Analysten Luft bis 30,95 Euro.

Aktie ist mehr wert

DER AKTIONÄR sieht den fairen Wert bei 40 Euro. Allerdings sollten konservative Anleger mit einem Einstieg noch abwarten, bis die hohe Volatilität merklich nachgelassen hat, was nach dem 30. Juni der Fall sein sollte. Dann sollte sich der Markt auf den neuen Chef John Cryan richten, auf dem große Hoffnungen ruhen. Der Brite hat seit seinem Job bei der UBS einen hervorragenden Ruf als Sanierer und hat ohne Zweifel das Zeug dazu, die Deutsche Bank wieder auf Kurs zu bringen.


Welche Veränderungen kommen im Bankensektor auf uns zu?

Breaking Banks

Autor: King, Brett
ISBN: 9783864702389
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 04.12.2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden

"Disruption" ist der Begriff der Stunde. Neue Technologien krempeln altbewährte Geschäftsmodelle um und lassen Marktführer zu Verlierern werden. So geschehen in der Musikindustrie, bei Büchern und vielem mehr. Kommen jetzt die Banken dran? Bestsellerautor Brett King untersucht, welche Veränderungen auf den Bankensektor zukommen. Seiner Meinung nach wird dieser "in den nächsten zehn Jahren mehr Veränderung sehen als in den letzten hundert." Ob Cloud-Lending, Neo-Banks, FinTech oder Social Banking: King untersucht die Trends und Möglichkeiten und identifiziert Gewinner, Verlierer und Perspektiven.

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