Commerzbank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Chart-Check Commerzbank: Angst vor neuen Tiefs

Die Commerzbank-Aktie hat den elektronischen Handel am Donnerstag mit einem kräftigen Minus von 2,6 Prozent beendet. Warnende Worte des Vorstandsvorsitzenden Blessing ließen den Kurs in Richtung 7,50 Euro fallen. Die Alarmglocken läuten.

Martin Blessing, Chef der zweitgrößten deutschen Bank, hatte am Mittwoch in New York vor Investoren gesprochen (DER AKTIONÄR berichtete) und anscheinend mit seinen Äußerungen die Aktie weiter unter Druck gesetzt. Am Donnerstag zählte die Commerzbank in einem schwachen Gesamtmarkt zu den größten Verlierern.

Intakter Abwärtstrend

Aus charttechnischer Sicht ist die Aktie nur noch ein paar Cent von der nächsten Unterstützung bei 7,45 Euro - dem Tief vom 24. Mai - entfernt. Sollte der intakte Abwärtstrend auch an dieser Marke nicht Halt machen, wartet zwischen 7,25 Euro und 7,35 Euro die nächste Unterstützungszone.

Bedrohlich wird die Lage, sollte die Aktie in Richtung der alten Tiefs fallen. Zur Erinnerung: Den tiefsten Punkt markierte die Commerzbank am 14. Mai bei 6,97 Euro. Doch schon ein Absturz unter die psychologisch wichtige 7-Euro-Marke dürfte wohl reichen, um die Aktionäre scharenweise aus der Aktie flüchten zu lassen.

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Hoffen auf Gesamtmarkt

Nachdem die US-Börsen am Donnerstag im späten Handelsverlauf gedreht haben und damit der deutsche Aktienmarkt positiv in den Tag starten dürfte, ist bei der Commerzbank nicht mit einem schnellen Abrutschen zu rechnen. Möglicherweise hält auch die Unterstützung bei 7,50 Euro. Allerdings sollten Anleger gewarnt sein.

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| Martin Mrowka | 0 Kommentare

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