Centrosolar Group
- Alfred Maydorn - Redakteur

Centrosolar: Zahlen rot - Prognose gekappt - Trendwende 2013 - Aktie erholt sich

Centrosolar hat schwache Zahlen für das dritte Quartal 2012 vorgelegt und die Jahresprognose nach unten angepasst. Für das kommende Geschäftsjahr ist aber Besserung in Sicht, teilte der Solarkonzern mit. Die Aktie erholt sich deutlich von ihren zeitweise kräftigen Abschlägen.

Im frühen Handel stürzte der Kurs von Centrosolar zeitweise unter die Marke von 1,00 Euro, aktuell notiert der Titel wieder bei 1,12 Euro. Im Vergleich zum Vortag ein Abschlag von gut sechs Prozent. Hintergrund der Schwäche sind die vorgelegten Zahlen für das dritte Quartal 2012.

Der Umsatz erreichte 55,5 Millionen Euro und lag 24 Prozent  unter dem Wert des Vorjahres. Insbesondere das Geschäft mit Solarglas verlief deutlich schwächer. Der Absatz bei Solarmodulen und Solarsystemen konnte indes um fast 30 Prozent erhöht werden.

Weiter rote Zahlen

Das EBITDA-Ergebnis lag mit minus 4,2 Millionen Euro nicht nur deutlich unter dem Vorjahresniveau, sondern auch unter dem des zweiten Quartals 2012 (minus 1,9 Millionen Euro). Auch hier belasteten vor allem das Glasgeschäft, sowie fehlende Erträge aus dem Projektgeschäft des Vorjahres. Durch Wertminderungen und die Auflösung von latenten Steuerforderungen entstanden zudem zusätzliche Verluste von 7,7 Millionen Euro, die allerdings nicht liquiditätswirksam sind.

Prognose gesenkt

Auch beim Ausblick musste Centrosolar Abstriche machen. Das Unternehmen erwartet in diesem Jahr keine „saisonale Jahresendrallye" und reduziert daher seine Jahresprognose. Statt der bisher angepeilten 250 Millionen Euro sollen jetzt zwischen 215 und 225 Millionen Euro umgesetzt werden.

Gutes US-Geschäft, starke Marktposition

Aber es gibt auch positive Signale von Centrosolar. So betont der Konzern seine „sehr gute Position im stark wachsenden nordamerikanischen Markt" und erwartet, dass sich der Konsolidierungsprozess durch das verschärfte Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zwar beschleunigen dürfte, rechnet aber mit einer Entspannung der Lage ab Mitte des kommenden Jahres. Centrosolar sieht sich selbst in „einer starken Wettbewerbsposition" und „gut aufgestellt, um nach Abschluss der Konsolidierungsphase der Branche gestärkt das profitable Wachstum der vergangenen Jahre auch in den Folgejahren fortzusetzen."

Gewinner 2013?

Die vorgelegten Zahlen waren zwar nicht gut, lagen aber im Rahmen der ohnehin nicht besonders hohen Erwartungen. Auch die leicht reduzierte Prognose ist in Anbetracht der weiter angespannten Lage keine Überraschung. Für die Anleger ist der Blick nach vorne von größerer Bedeutung und hier sieht sich Centrosolar weiter als einer der Gewinner der laufenden Branchenkonsolidierung.

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